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Praktika in Friedberg? Schulen haben andere Sorgen

Michael Postl
Kommentar Von Michael Postl
05.06.2020

Schulen und Betriebe in Friedberg und Umgebung haben andere Sorgen, als Schülern Praktika zu verschaffen. Eine mögliche Lösung ist der Einsatz externer Kräfte.

Praktika während der Schulzeit sind essenziell. Die Schulen tun gut daran, verstärkt auf die berufliche Orientierung ihrer Schüler zu setzen. Gerade in Mittelschulen, bei denen sich die Schüler oft bereits nach der 8. Klasse bewerben, sind praktische Erfahrungen unabdingbar. Wie soll ein Kind mit 14 oder 15 Jahren sonst wissen, wo es seine Ausbildung beginnen soll? Neigung hin, Beruf der Eltern her, so früh planen wenige für die Zukunft.

Praktika in Friedberg: Schwierig, aber nicht unmöglich

Während der Corona-Krise sind Praktika jedoch nur schwer möglich. Entweder haben die Betriebe kein Budget für Praktikanten oder sind noch mit den Folgen der Krise beschäftigt. Möglich wäre demnach ein Mittelweg: Die Schüler mal hineinschnuppern lassen, vielleicht ohne Vergütung. Das Ziel ist ja nicht, viel Geld zu verdienen, sondern Erfahrungen zu sammeln.

Schulen haben andere Sorgen: Studierende können helfen

Auch die Schulen plagen gerade andere Sorgen als Praktika. Das Hygienekonzept müssen sie einhalten und die Schüler irgendwie unterrichten. Also warum nicht Kräfte von außerhalb mobilisieren? Zahlreiche Lehramtsstudierende lernen von zuhause aus und haben somit Zeit. Zeit, während derer sie Kindern nicht nur Nachhilfe geben, sondern ihnen auch bei der Vermittlung von Jobs helfen können.

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Lesen Sie dazu auch den Artikel Praktika: Die schwierige Suche von Friedberger Schülern

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.06.2020

"Zahlreiche Lehramtsstudierende lernen von zuhause aus und haben somit Zeit."

Ich bin selber kein Lehrer und schon länger kein Student mehr, aber wie kommt man zu dieser Einschätzung? Nur weil man zuhause lernt, soll man mehr Zeit haben? Diese Schlussfolgerung ist nicht plausibel.
Mein Bruder ist derzeit Student. Vorlesungen finden per Skype statt und der ganze Stoff muss ja trotzdem durchgearbeitet und verstanden werden. Was er sich effektiv spart ist die Fahrzeit zur Uni und zurück.
Die These also, dass Studenten, welche zuhause lernen, viel mehr Zeit haben ist daher genauso falsch wie das Klischee, dass auch Arbeitnehmer im Homeoffice ja plötzlich viel mehr Zeit hätten. Dahinter steckt ein ganz fatales, und meiner Meinung nach falsches Bild, dass Studenten/Arbeitnehmer zuhause angeblich weniger erledigen würden, als bei Anwesenheit vor Ort.

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