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Schmiechen

26.01.2020

Prunk und Stunk beim Faschingskomitee in Schmiechen

Mit einem eiskalten Motto brachte das Faschingskomitee Schmiechen und ihr Sprecher Michael Scherer bei der ersten Prunk- und Stunksitzung das Eis in der mit rund 220 Besuchern voll besetzten Schmiechachhalle zum Schmelzen.
Foto: Christine Hornischer

Die Garde tritt in der ausverkauften Schmiechachhalle auf und äußert auf der Bühne einen Wunsch an die Kommune.

Mit seinem eiskalten Motto brachte das Faschingskomitee Schmiechen (FKS) das Eis in der mit rund 220 Besuchern voll besetzten Schmiechachhalle zum Schmelzen: „Schmiechen eingeschneit –zum Après-Ski bereit“. Alles, was mit Winter oder Après Ski zu tun hat, zauberte das Faschingskomitee auf die Bühne. Bei der Premiere der Prunk- und Stunksitzung brachten die Mädchen und Buben des FKS mit ihren grandiosen Hebefiguren, Spagaten und Handständen die Halle zum Brodeln.

So strahlten denn auch Julia und Michael Wanner aus Meitingen: „Unsere Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Wir hatten mit einem kleineren Abend gerechnet, und erleben jetzt so eine grandiose Show“. Wichtig war den beiden Gästen klarzustellen, dass sie nur deswegen nicht verkleidet waren, weil sie gerade von der Augsburger Frühjahrsausstellung kamen. Auch Johannes Wimmer aus Wallerhausen war begeistert: „Das ist so ein richtig lustiger Abend. Ich bin froh, dass ich gekommen bin, um meinen Spezl, der in der Garde tanzt, zu erleben“.

Die Mädchengarde begeistert mit ihrem Auftritt in der Schmiechachhalle.

Das Schmiechener Prinzenpaar liebt sich auch im echten Leben

Beim innigen Prinzenwalzer, den Prinz Michael Bacher mit seiner Prinzessin und Lebensgefährtin Melanie Deißer auf „So liab hab i di“ von Andreas Gaballier tanzte, spürte das Publikum, dass die Beiden auch im wahren Leben ein Traumpaar sind. Die FKS-Vorsitzende Lisa Huber und Moderator Christian Mutter führten durch das kurzweilige Programm. Christian Mutter bemerkte dabei schmunzelnd, dass Lisa vor einem Jahr nach Schmiechen gezogen war und nannte das „eine gelungene Dorfintegration“. Beim Einzug der FKS-Garde mit Sprecher Michael Scherer waren alle Gäste im Saal – ob maskiert oder in „normaler“ Kleidung – schon in bester Stimmung. Auf der Bühne angekommen, stimmten die Mädels und Buben in ihren tollen Kostümen ein dreifach kräftiges Schmiechen Helau an, wie der Schlachtruf der Garde lautet.

Der Elferrat Alexander Kauth, Daniel Metz, Dominik Metz, Thassilo Schneider, Andreas Süßmeir, Dominik Kauth, Martin Sepp, Elisa Calta und Stefanie Haag waltete seines Amtes und verlieh die ersten Orden dieses Jahres. „Wer auf einer Faschingsveranstaltung ohne Orden erwischt wird, für den wird es teuer“, erklärte Moderator Christian Mutter.

In Schmiechen geht es auch ohne Worte lustig zu

Elisa Lichtenstern und Steffi Haag zeigten mit ihrem Sketch „Ohne Worte“, dass auch ein stummes Zwischenspiel witzig sein kann. Anhand von Plakaten unterhielten sich die beiden Mädchen. Und als Steffi schriftlich ermahnte, Lisa solle improvisieren, hieß es auf deren Plakat selbstironisch: „Wie denn? Die Plakate sind vorgefertigt“.

Bei einem Interview des Moderators mit dem zweiten Bürgermeister Josef Gailer – Bürgermeister Josef Wecker war krank zuhause – entlockte Christian Mutter diesem die Zusage, den Wunsch der Gardemädchen nach einer Spiegelwand im Gemeinderat vorzubringen. Der zweite Bürgermeister meinte sogar lakonisch: „Es sind doch so viele Räte hier, wir könnten gleich abstimmen“. Nach dem Interview wurde es wieder fetzig. Akrobatik vom Feinsten zeigte die lokale Gruppe „Popfinger´s + Co“.

Zweiter Bürgermeister Josef Gailer (links) musste Moderator Christian Mutter versprechen, den Wunsch der Gardemädchen auf eine Spiegelwand im Gemeinderat vorzubringen.

Alles in allem war es ein Abend, der nach Ansicht der Gäste nach Wiederholung schreit. „Momentan wollen wir in dem Jahr, wenn wir keinen Umzug haben, einen Prunk- und Stunkabend gestalten“, sagte FKS-Vorsitzende Lisa Huber. „Aber wenn die Sitzung weiter so gut ankommt wie heute, ändern wir das vielleicht“.

Die Vorsitzende wirbt außerdem dafür, das FKS auch für Auftritte zu buchen: „Wir stecken da so viel Arbeit und Herzblut rein“, sagte sie. Und sie zieht auch einiges aus der Faschingszeit: „Das Faszinierende am Karneval ist, dass man einfach ausgelassen und fröhlich sein kann, sich über nichts Sorgen zu machen braucht, sondern einfach den Moment feiern kann. Und diese Fröhlichkeit mit in den tristen Arbeitsalltag zu nehmen – das gefällt mir sehr gut und lässt mich immer weiter machen“.

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