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Aichach-Friedberg

25.03.2019

Psychiatrietage rücken ein Tabuthema in den Fokus

Fritz Schwarzbäcker, der Vorsitzende vom veranstaltenden Verein „Kennen und Verstehen“ (rechts), und Festredner Professor Josef Bäuml.
Bild: Brigitte Glas

Prävention ist das Thema der Veranstaltungsreihe im Wittelsbacher Land. Zum Festakt in Friedberg gibt es eine gute Nachricht vor allem für den Raum Aichach.

Mit einem Festabend wurden in Friedberg die elften Psychiatrietage eröffnet. Die zweiwöchige Veranstaltungsreihe widmet sich dem Thema „Prävention“. Fritz Schwarzbäcker, der Vorsitzende vom veranstaltenden Verein „Kennen und Verstehen“, begrüßte im voll besetzten Friedberger Pfarrzentrum neben zahlreichen Ehrengästen Betroffene, Angehörige, Fachpersonal und am Thema Interessierte.

Er zeigte sich erfreut, dass er so vielen Leuten eine gute Nachricht überbringen konnte. Eines der größten Ziele von „Kennen und Verstehen“ sei seit der Gründung vor 22 Jahren die Einrichtung einer Institutsambulanz im Landkreis. Seit einigen Tagen komme Bewegung in die Sache. Nach Ostern werde in Aichach mit einer entsprechenden Sprechstunde begonnen. Schwarzbäcker sprach von einem „Meilenstein“: „Das sprichwörtliche „Bohren dicker Bretter“ ist gegen die Bemühungen des Vereins die reinste Bastelarbeit!“ „Das ist das Ergebnis des Engagements des Vereins“, lobte Peter Fröschl vom Landratsamt, er hoffe, dass aus der Sprechstunde mehr entsteht bis hin zur richtigen Ambulanz. Bezirkstagspräsident Martin Sailer hoffte, dass alle „gemeinsam neue Wege gehen“, und bedankte sich bei allen ehrenamtlich Tätigen.

Psychiatrietage: So geht es weiter bei der Veranstaltungsreihe

Weil psychische Erkrankungen immer noch ein Tabuthema sind, sagte Pater Steffen Brühl: „Das Wichtigste an den Psychiatrietagen ist, dass sie stattfinden. Durch die Veranstaltungen und die Berichterstattung darüber sei es möglich, Verständnis für die Betroffenen zu schaffen. Als Überraschungsgast meldete sich Dr. Eckart von Hirschhausen per Videobotschaft zu Wort: „Humor ist das Zeichen für seelische Gesundheit!“ Den Festvortrag hielt Professor Josef Bäuml vom Klinikum Rechts der Isar. Er gab mit praktischen Beispielen einen Überblick über die Entstehung und Behandlung von Schizophrenie und Depression. Eine Therapie sei ohne Angehörige nicht möglich. Ein weiterer Faktor sei, allen Beteiligten die Angst vor Psychiatrie und Psychopharmaka zu nehmen.

Die nächste Veranstaltung der Psychiatrietage ist am Dienstag, 26. März, 19 Uhr, in der Fachoberschule Friedberg: ein Vortrag mit Diskussion zum Thema „Resilienz – ein Konzept zur Förderung der Salutogenese im Kindes- und Jugendalter“. Referentin ist Dr. Sibylle Schneider von der Universität Augsburg. (glb)

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