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Mering

19.12.2017

Räte gehen in Mering getrennte Wege, haben aber gemeinsame Ziele

Bürgermeister Hans-Dieter Kandler freute sich beim Jahresabschluss der Marktgemeinde Mering über den Besuch von Ehrenbürgerin Ellen Kratzer.
Bild:  Eva Weizenegger

Bei der Jahresabschlussfeier der Marktgemeinde Mering ziehen Fraktionssprecher Bilanz. Schon bald soll eine Lösung für den sozialen Wohnungsbau an der Hartwaldstraße gefunden werden

Auf ein arbeitsreiches Jahr blickten die Meringer Gemeinderäte gemeinsam mit den Mitgliedern der Rathausverwaltung und Bürgermeister Hans-Dieter Kandler in ihrer Jahresabschlussfeier zurück. Und Kandler machte deutlich, dass die Marktgemeinde große Projekte auf den Weg gebracht hat, die nun auch im nächsten Jahr noch für „viel Beschäftigung“ sorgen werden.

Zunächst ging er im Gasthaus Andechser auf die Eröffnung des neuen Hochbehälters ein und dankte zugleich dem Meringer Wassermeister Norbert Gerlsbeck für sein Engagement bei der Eröffnungsfeier. Kandler zeigte sich erleichtert darüber, dass noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch die Tragschicht für die Meringerzeller Straße und bei den Straßen im Oberfeld I eingebracht werden konnte. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und betonte, dass die Mitarbeiter nicht nur den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern auch den Gemeinderäten. „Nutzen Sie diese Möglichkeit zur Information“, empfahl Kandler seinen Gemeinderatskollegen.

Die Ausweisung weiterer Baugebiete gehörten ebenso zu den Projekten im vergangenen Jahr wie auch die sozialen Wohnbauprojekte des Kreises an der Schwägerlstraße und der Kissinger Straße. „Das ist dringend notwendig, denn es häufen sich die Fälle, bei welchen ganz normale Familien sich Wohnen in Mering nicht mehr leisten können und von Obdachlosigkeit bedroht sind“, erläuterte Kandler.

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Er hofft, dass schon bald die leerstehenden Häuser an der Hartwaldstraße, die ursprünglich als Flüchtlingsunterkünfte dienen sollten, nun doch an die Kreiswohnbaugesellschaft untervermietet werden können, damit weiterer sozialer Wohnraum entsteht.

Als „sportlich“ bezeichnete Kandler die Taktung, die sich die Gemeinderäte für die Vision 2025 vorgeben haben. „Nun haben wir das Projekt für das neue Gemeindezentrum aber auf die richtigen Gleise gesetzt“, sagte Kandler. Schon im Januar 2018 soll der Planer für die Feinuntersuchung festgelegt werden. Kandler hofft, dass bald die Tafel und der Kleiderladen in die neuen Räume umziehen können. „An uns liegt es nicht mehr, wir haben alles getan“, sagte er. Die Firma Ludwig habe ihm zugesichert, dass die fehlende Rauchabzugsklappe im Treppenhaus rechtzeitig eingebaut werde. Kandler dankte auch Ehrenbürgerin Ellen Kratzer, die noch immer aktiv am Gemeindeleben teilnehme.

Genesungswünsche an Georg Resch

Martina Schamberger, stellvertretende CSU-Fraktionssprecherin, sprach für den erkrankten Georg Resch und wünschte ihm, Gesundheit und alles Gute. „Ich hoffe, dass er nächstes Jahr wieder hier an dieser Stelle stehen wird und die Abschlussrede halten kann“, sagte sie. Schamberger betonte, dass die CSU-Fraktion dafür bekannt sei, dass nicht alles eins zu eins nachgesagt werde und es deshalb sicherlich zu mancher Diskussion im Gemeinderat gekommen sei. Sie lobte die Meringer Bürger für ihr hohes ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Einrichtungen und hob die aktive Integrationsarbeit der Flüchtlingshelfer hervor. Für die Zukunft seien alle im Gemeinderat gefordert, um so die großen Aufgaben, die noch vor ihnen liegen, zu stemmen und zum Wohle der Gemeinde zu erfüllen.

Markus David sprach für die SPD-Fraktion und betonte: „Mögen uns die Wege trennen, so aber nicht das gemeinsame Ziel.“ Statt eines Rückblicks las er von Axel Hacke die Geschichte vor über einen Mann, der auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk für seine Frau ist.

Mut zu neuen Ideen

Petra von Thienen, Sprecherin der Grünen im Gemeinderat, griff in ihrer Rede das in der Einladungskarte zur Jahresabschlussfeier erwähnte Zitat von Mahatma Gandhi auf: „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ Diese Worte seien niemals zutreffender als heute. Es gehe darum, die Zukunft heute so zu gestalten, dass die Bedürfnisse Einzelner in den Hintergrund gestellt und die aller Bürger in den Vordergrund gerückt werden. Die Projekte, die derzeit auf den Weg gebracht werden, erfordern viel Mut, so von Thienen. Dieser sei bei der Innenortsplanung abhanden gekommen und auch in Sachen Wirtschaftsförderung setze man auf Konzepte, die sich bereits jetzt als überholt erwiesen haben. Sie hoffe auf ein nachhaltiges Handlen der Gemeinderäte und deshalb schenkte sie den Fraktionsvorsitzenden und dem Meringer Bürgermeister einen nachhaltigen Mehrwegkaffeebecher, der zurzeit in der Marktgemeinde käuflich zu erwerben ist.

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