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Kissing

20.10.2020

Raiffeisenbank Kissing-Mering zieht positive Bilanz

Die Raiffeisenbank Kissing-Mering blick auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Plus Das Fazit war eindeutig: „Die Raiffeisenbank Kissing-Mering steht gut da“, hieß es auf der Vertreterversammlung. Die Vorstände nennen dafür einige Gründe.

Die Vorstände Pe­ter Burnhauser und Arnulf Ring­ler sowie Aufsichtsratsvorsitzender Pe­ter Müller legten den Vertretern einen sehr positiven Bericht über das Geschäftsjahr 2019 vor. Die Bilanzsumme sei 76 Millionen Euro auf 992 Millionen Euro ge­stiegen. Das bedeute einen Zu­wachs von 8,3 Prozent.

In der Bilanzstruktur zeige sich, dass der Anteil der Kundenkredite mit 82 Prozent weit über dem Durch­schnitt der bayerischen Genos­senschaftsbanken liege. Die Mittel dafür kämen zu 68 Prozent aus den Kundengeldern. Langfristige Zinsbindungen bei den Darlehen und kurzfristig verfügbare Einla­gen kennzeichneten die Struktur aller Kreditgenossenschaften. „Im Ergebnis übernehmen wir für un­sere Kunden das Zinsänderungs­ri­siko“, so Burnhauser. Die Kredit­nachfrage sei 2019 wieder lebhaft verlaufen, obwohl die Wachstums­rate von 5,7 Prozent leicht unter dem Landesdurchschnitt war.

Motor für die Raiba Kissing-Mering ist der Immobilienboom

Die Kundenkredite seien um 44 Millio­nen Euro auf 816 Millionen gestie­gen. Der Motor sei neben den nie­drigen Zinsen der anhaltende Im­mobilienboom. Den Niedrigzinsen zum Trotz seien die Kundenein­lagen um gut elf Prozent auf 671 Millionen Euro gestiegen. Die Sum­me aller Einlagen, Kredite und Vermittlungsprodukte ist das „Betreute Kundenvolumen“. Die­ses sei im vergangenen Jahr um 172 Millionen Euro oder 9,6 Pro­zent gestiegen. Burnhauser werte­te das als „Vertrauensbeweis in die Service- und Beratungsleistun­gen unserer Mitarbeiter“.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Burnhauser legte mit Kollegen einen sehr positiven Bericht über das Geschäftsjahr 2019 vor
Bild: Brigitt Zaiser

Die Ei­genkapitalausstattung der Bank sei solide. Auf der Ausgabenseite schlügen vor allem die Verwal­tungs­kosten und die Steuern zu Buche. Die Verwaltungskosten sei­en um 700.000 Euro auf 12,1 Millionen Euro gestiegen. Davon seien 8,6 Millionen Euro die Per­so­nalkosten und 3,5 Millionen der Sachaufwand, wobei dort die EDV der „Hauptkostenfresser“ sei. Die Steuerbelastung sei mit 2,9 Millio­nen Euro etwas gestiegen. 1,3 Mil­lionen Euro davon kämen als Gewerbesteuer den Kommunen im Geschäftsgebiet zugute.

Aus dem Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro seien 600.000 Euro vorweg zur Stärkung des Eigenkapitals den Ergebnisrück­la­gen zugewiesen. „Dass wir Ihnen heute einen Dividendenvorschlag unterbreiten können, war bis Ende Juli Utopie“, sagte Burnhauser. Die Bankenaufsicht habe zu Be­ginn der Corona-Pandemie allen Banken die Zahlung einer Dividen­de praktisch untersagt. Grund sei­en Befürchtungen gewesen, dass Banken durch Kreditausfälle in Schieflage geraten könnten. Ein­wendungen der Genossenschafts­verbände hätten aber Wirkung ge­zeigt. Vorstand und Aufsichtsrat haben nun beschlossen, den ur­sprünglichen Dividendenvorschlag um ein halbes Prozent auf zwei Prozent abzusenken. Aus dem Bi­lanzgewinn von 1.048.383 Euro flie­ßen den Mitgliedern 104.894 Euro zu. Die Vertreter nahmen den Vor­schlag einstimmig an.

Die turnusmäßig ausscheidende Aufsichtsrätin Sabine Asum wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt
Bild: Brigitte Glas

Sabine Asum bleibt Aufsichtsrätin bei der Raiffeisenbank Kis­sing-Mering

Die turnusmäßig ausscheidende Aufsichtsrätin Sabine Asum wurde ohne Gegenstimme wiederge­wählt. Mathias Lindermeir hatte zum 30. Juni sein Amt aus berufli­chen Gründen aufgegeben. Sein Platz soll vorerst nicht wiederbe­setzt werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat­te die Vertreterversammlung erst jetzt und unter strengen Aufla­gen stattfinden können. Die im Herbst geplanten Kundenveran­stal­tun­gen fallen in diesem Jahr aus.

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