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Raum schaffen für Kunst und Kultur in Mering und Kissing

Raum schaffen für Kunst und Kultur in Mering und Kissing
Kommentar Von Eva Weizenegger
10.01.2020

Plus Kulturschaffende tun sich schwer, um Orte für Ausstellungsflächen oder Kleinkunst zu finden. Das sollte sich ändern, sonst bleibt die Kunst auf der Strecke.

Die Kultur im Landkreissüden lebt und ist bunt. Von Rock unter freiem Himmel bis zu Klassik unter dem Dach der Kirchen ist viel geboten. Etwas schwerer tun sich dagegen die Kulturschaffenden, wenn es um Ausstellungsflächen oder Kleinkunst geht. Das Kissinger Rathaus ist da eine Ausnahme. Die Meringer Bücherei öffnet für Kunst und Kultur zwar ihre Türen, doch ist nur wenig Ausstellungsfläche vorhanden. Theaterschaffende, Musiker und Kabarettisten finden in der Marktgemeinde derzeit ebenfalls kaum eine Aufführungsmöglichkeit. Gut, dass es private Initiativen wie die Speakers’ Corner beim Schlosserwirt gibt, die hin und wieder Kleinkunst und Poetry Slam eine Bühne bietet.

Veranstaltungsräume sind in Mering, Kissing und Egling rar

Noch schwieriger ist es, Multimediashows oder größere Veranstaltungen abzuhalten. Denn Räume für über 300 Personen sind rar. Wirtschaften mit großen Festsälen, wie sie es früher gab, sind verwaist, wie das Wirtshaus Widmann in Egling zeigt. Alles konzentriert sich auf die Mehrzweck- und Turnhallen. Doch auch diese sind entweder durch Vereine belegt oder auf Monate hinaus ausgebucht.

Neubau des Papst-Johannes-Hauses in Mering ist ein richtiges Signal

Der Meringer Pfarrer Thomas Schwartz setzt mit dem Neubau des Papst-Johannes-Hauses ein richtiges Signal. Statt nur auf die Bedürfnisse der Pfarrei einzugehen und einen Saal für 120 Personen zu errichten, will er durch einen finanziellen Zuschuss der Marktgemeinde wenigstens ein Angebot für 240 Besucher schaffen. Kissing arbeitet an einer Neukonzeption für die Paartalhalle. Die Räte sollten sich bewusst sein, was für einen Schatz sie mit dieser Einrichtung für ihre Gemeinde haben, und darauf drängen, wieder mehr Verantwortung bei der Vermietung des großen Erlebachsaals zu übernehmen. Denn Kunst und Kultur sind zwar nicht lebensnotwendig. Doch ein Leben ohne sie ist ziemlich trist und trostlos.

Lesen Sie dazu den Artikel: In Mering und Kissing fehlen Orte für die Kultur

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