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Jubiläum

20.10.2014

Reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist

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Der Rieder Nachwuchs zeigte auf der Bühne, dass den Theaterfreunden um die Zukunft nicht bange werden muss.

Die Rieder Theaterfreunde hoffen auch bei ihren Aufführungen im Dezember auf so viele Gäste wie beim Festabend

Die Theaterfreunde Ried haben Spaß und Talent und sie verstehen es auch, einen unterhaltsamen Festabend zu gestalten. Davon überzeugen konnten sich rund 200 Besucher in der Turnhalle im Rieder Rathaus, wo seit 2003 die feste Bühne installiert ist. „So einen vollen Saal hatten wir schon lange nicht mehr“, freute sich der Vorsitzende Alois Bachmeir. „Den würden wir uns auch bei unseren Aufführungen wünschen“, so begrüßte er die Gäste zum 40-jährigen Bestehen. Gefeiert wurde mit deftigem Essen, zünftiger Musik der Kissinger, es gab Festreden und einen Rückblick auf vier Jahrzehnte und viele Ehrungen.

So groß ist die Begeisterung einiger Mitglieder am Spiel auf der Bühne, dass sie dem Verein 40, 50 oder gar 60 Jahre treu geblieben sind. Die lange Tradition des Rieder Theaters erzählte Alois Bachmeir in der Zeitreise, die er mit Bildern aus den vergangenen vier Jahrzehnten unterlegte. Seit 1974 wurde jedes Jahr ein anderes Stück auf die Bühne gebracht. Davon gab es rundum an den Wänden des Turnsaals Fotos, die viele Erinnerungen an den Spaß mit jeder einzelnen Aufführung weckte. „Schade, dass kaum Rieder Neubürger da sind“, bedauerte Alois Bachmeir aber. „Ich wüsste mal gerne, wie man auch sie dazu bringen kann, am kulturellen Dorfleben teilzunehmen.“ Um Bühnennachwuchs muss es den Riedern jedoch nicht bange sein. Dank der guten Jugendarbeit entdecken auch immer wieder ganz junge Theaterspieler die Bretter, die die Welt bedeuten, für sich.

Mit dem Sketch „Das Rezept“ brachte ein Spielertrio unter der Leitung von Sandra Erhard und Annemarie Müller den ganzen Saal zum Lachen. Den Grundstein für die erneute Nachwuchsförderung legte Josef Klotz, der 1996 erster offizieller Jugendleiter wurde. „Unser Theaterverein hat der Gemeinde einiges voraus, denn er hat schon einen jungen Doktor“, kommentierte Erwin Gerstlacher die lustige Bühnenszene einer Arztpraxis. Bevor er Bürgermeister wurde, übte auch er bei den Theaterfreunden, wie es ist, vor einem großen Publikum zu sprechen. Daran hat er so manche lustige Erinnerung, an der er die Festgäste bei seiner Begrüßungsrede teilhaben ließ. Anerkennende Grußworte gab es auch vom Kreisheimatpfleger Michael Schmidberger. Er habe sich selbst schon sechs Mal in den Zuschauerreihen vom Bühnenengagement der Rieder Theaterfreunde überzeugen können. Als Laienspielberater im Landkreis konnte er auch schon mehrfach verdiente Rieder Akteure mit der Theaterverdienstmedaille auszeichnen. Zum Jubiläum überreichte er an Alois Bachmeir den Landkreisteller, nachdem der Verein bereits in den Vorjahren mit dem Theaterteller und dem Theaterwappen ausgezeichnet wurde.

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Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus

Ein großes Anliegen sei ihm vor allem, dass auf der Bühne die heimische Mundart gepflegt werde, betonte Schmidberger. „Hier soll geredet werden, wie einem der Schnabel gewachsen ist.“ Das können die Rieder Theaterfreunde sehr gut. Mit ihrem Einakter „Die Pfarrausschusssitzung“ hielten die neun Bühnentalente den ganzen Saal in Atem. Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus. Rieds Pfarrer Michael Würth, der am Festabend verhindert war, spielte dabei eine besondere Rolle. Sein Bild an der Wand erinnerte die lustig frotzelnden und heftig miteinander grantelnden „Pfarrgemeinderatsmitglieder“ immer wieder an ihre eigentliche Aufgabe, zu der sie zusammengekommen waren. „Das beste Stück, das ich je gesehen haben“, kommentierte ein Zuschauer begeistert. Über den großen Applaus freute sich auch Andreas Seidl, der das unterhaltsame Stück für den Festabend auf die Rieder Verhältnisse umgeschrieben und mit den Darstellern eingeübt hatte. „Ich will da langsam hineinwachsen, denn die jetzigen Spielleiter haben signalisiert, dass sie irgendwann übergeben wollen“, erklärte er. Doch zunächst sind Gerald Sandmeir und Franz Wasmeir noch im Wechsel als Spielleiter aktiv. Letztere inszenierte das neue Stück „Da Besnbinder Bebbi“.

Gespielt wird am 6./7. Dezember und am 12./13./14. Dezember. Kartenvorverkauf unter Telefon 08233/1337 oder im Internet unter www.theaterfreunde-ried.de.

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