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Neujahrsempfang

13.01.2018

Ried bietet Familien ein Zuhause

Landrat Klaus Metzger überreicht dem Rieder Bürgermeister Erwin Gerstlacher „eine Kleinigkeit für einen ruhigen Abend“.
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Landrat Klaus Metzger überreicht dem Rieder Bürgermeister Erwin Gerstlacher „eine Kleinigkeit für einen ruhigen Abend“.
Bild: Christine Hornischer

In der Gemeinde tut sich viel und alle dürfen sich rege beteiligen. Auch ein Arzt soll wieder ins Dorf

Einmal im Jahr wird es in der Turnhalle des Rieder Rathauses ganz besonders eng, wenn nämlich rund 200 Gäste, darunter auch Neubürger und alle, die im vergangenen Jahr volljährig wurden, der Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang folgen. Bürgermeister Erwin Gerstlacher ließ dabei das Jahr 2017 Revue passieren und gab einen Ausblick auf 2018.

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Anfang vergangenen Jahres sei die Erweiterung der Kinderkrippe in Ried abgeschlossen worden, die Erweiterung in Baindlkirch werde wegen der wieder niedrigeren Betreuungszahlen derzeit nicht umgesetzt. Jedoch werde wieder Platz für die vierte Kindergartengruppe in Ried benötigt, die in den bestehenden Schulräumen entsteht. Zuerst gelte es jedoch, den Schulhausanbau fertigzustellen. „Wie sie vielleicht schon gelesen oder gehört haben, wollen wir eine der familienfreundlichsten Kommunen des Landkreises werden“, wiederholte der Bürgermeister sein Ziel. Hierbei seien die niedrigen Kindergartengebühren und die neuen Räumlichkeiten ein wichtiger Baustein. Außerdem wolle er daran arbeiten, die Spielplätze auszubauen und auch weitere attraktive Freizeitmöglichkeiten für Kinder zu gestalten.

„Wir schaffen Baugebiete, in denen junge Familien ein Zuhause finden können“, verwies das Gemeindeoberhaupt beispielsweise auf das Areal in Baindlkirch, auf dem 17 Einheimischen das Bauen ermöglicht werden soll. Auch würden in dem Baugebiet drei Plätze für Wohnungsbau reserviert, auf denen Gebäude mit je vier Wohnungen entstehen. Auch in Ried würden in diesem Jahr 24 Wohnungen in drei Gebäuden gebaut, auf dem Parkplatz der ehemaligen Tanzmetropole. Ein Investor werde das Vorhaben umsetzen, doch „ist es mir wichtig, dass es für unsere Ortsmitte verträglich gestaltet wird“, versprach Gerstlacher. Außerdem verriet er: „Mein Ziel ist es, aus Ried einen Arztstandort zu machen.“

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Die größte Baustelle sei jedoch die Ortsmitte Ried. Hier sei die Gemeinde Bauherr für den Lebensmittelmarkt, was nicht selbstverständlich sei. „Doch so haben wir das größte Mitspracherecht“, betonte Gerstlacher. Zwar würden sich die Kosten auf 3,16 Mio. Euro belaufen, doch seien diese über Mieteinnahmen, einen Baukostenzuschuss von Edeka und Mitteln aus der Städtebauförderung gedeckelt. Es sei geplant, dass man ab Juni 2018 im Edeka-Markt Ried einkaufen könne, stellte der Bürgermeister in Aussicht.

„So setzen wir Zug um Zug alles um, was wir mit unseren Bürgern in der Rahmenplanung festgelegt haben“, versicherte Gerstlacher. „Sie sehen, mit der „Städtebauförderung Ried“, der „Einfachen Dorferneuerung Sirchenried“ und der „Umfassenden Dorferneuerung Baindlkirch“ sind wir in allen Förderprogrammen für Dorferneuerung vertreten“, fasste er zusammen. Es stehen also viele Einweihungen ins Haus. Beim Edeka-Markt, der ja von Innenminister Joachim Herrmann als Pilotprojekt ausgerufen worden war, geht Gerstlacher sogar von einem Besuch der Staatsregierung aus. „Dann braucht’s natürlich wieder a gscheite Blasmusik“, lachte der Bürgermeister und bedankte sich bei den Högl Buam aus Baindlkirch für die tolle musikalische Umrahmung des Abends.

Landrat Klaus Metzger zeigte sich sprachlos: „Was hier geleistet wurde, ist einfach sagenhaft“, sagte er. Wichtig war es dem Landrat aber auch, sich bei allen Ehrenamtlichen zu bedanken, „denn dies wird unsere Gesellschaft immer mehr brauchen“. Kurz sprach er die Verschuldung des Landkreises über 60 Mio. Euro an, „aber dies ist eine Investition, die 1:1 in die Menschen zurückfließt“, versprach er. Er spielte dabei auf das Krankenhaus, den Ausbau des ÖPNV und die Altenpflege an.

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