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Ried

12.01.2020

Ried punktet mit Supermarkt und Bürgerbus

Der Supermarkt in der Rieder Ortsmitte war das wichtigste Projekt der Gemeinde in den vergangenen Jahren. Doch auch sonst tut sich einiges.
Bild: Christine Hornischer

30 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern wurden für verschiedenste Projekte abgeschöpft. Darum und um weitere Projekte geht es beim Neujahrsempfang.

Rund 200 Gäste, darunter Neubürger, Vereinsvertreter und alle, die im vergangenen Jahr volljährig wurden, waren der Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Ried in die Rieder Turnhalle gefolgt. Bürgermeister Erwin Gerstlacher blickte dabei auf ein Jahr zurück, in dem sich die Kommune mit allen ihren Ortsteilen sehr dynamisch entwickelt hat. Und auch fürs kommende Jahr stehen mit einer Verkehrsberuhigung für Ried und Hörmannsberg und dem Kindergartenanbau in Baindlkirch weitere Projekte an.

Dafür gab es lobende Worte unter anderem von Landrat Klaus Metzger: „Ried weckt auf“, formulierte er es. Und weiter sagte er an Bürgermeister Erwin Gerstlacher gerichtet: „Ried hat wirklich Glück mit dir.“ Besonders hob der Landrat hervor, dass Gerstlacher nicht nur rede, sondern auch wirklich etwas tue. Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko schloss sich dem an: „Ich kenne keine Gemeinde, die so viel Gas gibt“.

Heuer soll der Kindergarten in Baindlkirch erweitert werden

Gemeindeoberhaupt Erwin Gerstlacher ließ in seiner Rede ein ereignisreiches Jahr 2019 Revue passieren. „Nach wie vor beschäftigt uns das Thema Kinderbetreuung sehr stark“, sagte er. In den vergangenen Jahren habe Ried die Schule und den Kindergarten stetig erweitert. „Heuer gibt es noch den geplanten Anbau in Baindlkirch, dann werden wir in Krippe und Kindergarten insgesamt zehn Gruppen und 211 Betreuungsplätze zur Verfügung haben“.

Ried punktet mit Supermarkt und Bürgerbus

Das größte Projekt in der bald vergangenen Wahlperiode war laut Gerstlacher der Lebensmittelmarkt: „Es hat schon was, die einzige Gemeinde in Bayern zu sein, die einen Lebensmittelmarkt besitzt“, sagte er. Der Markt solle bei der Entwicklung einer attraktiven Ortsmitte erst der Anfang sein, so der Bürgermeister. Als nächstes werde der barrierefreie Zugang zum Friedhof, ein Dorfplatz und der Umbau der Rathausturnhalle in einen Bürgersaal angegangen.

Aber nicht nur im Ortsteil Ried wurden Projekte umgesetzt. „Wir haben in Hörmannsberg, in Sirchenried und auch in Zillenberg teils mit Hilfe von Förderprogrammen neue Ortsmitten geschaffen“, betonte das Gemeindeoberhaupt. Ried sei in den zurückliegenden Jahren in mehr als 20 Programmen vertreten gewesen und habe rund 30 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern abgeschöpft. Somit habe er sein Versprechen erfüllt, mit den Finanzen sorgsam umzugehen, so der Bürgermeister. „Trotz der hohen Ausgaben für unsere zahlreichen Projekte werden wir zum Jahresanfang 2020 auf rund 2,5 Millionen Euro Rücklagen zurückgreifen können.“

Ried will Dringlichkeit der Ortsumfahrung neu bewerten lassen

Beim Thema Verkehr konnte Gerstlacher auch Erfreuliches berichten. So werden an den Ortseinfahrten Ried und Hörmannsberg Querungshilfen errichtet, um den einfahrenden Verkehr abzubremsen. Auch habe Gerstlacher die Zusage, dass die Staatsstraße in Richtung Odelzhausen im Jahr 2021 grundlegend saniert und verkehrssicher ausgebaut wird. „Auch für eine Umsetzung der geplanten Umgehungsstraße haben wir neue Möglichkeiten geschaffen“, freute sich das Gemeindeoberhaupt. „Damit wir in der zweiten Dringlichkeitsstufe nicht noch viele Jahre unberücksichtigt verharren, sind wir selbst tätig geworden“, erklärte er. So wurde ein neuer Trassenvorschlag auf der Nordseite überprüft, die Planung beauftragt, mit Hilfe des Bauamtes ein Verkehrsgutachten erstellt und eine Kostenrechnung angehängt. Nach einer dahingehenden Beschlussfassung des Gemeinderates im Januar will Bürgermeister Erwin Gerstlacher beim Ministerium einen Antrag auf Neubewertung der Dringlichkeit stellen.

Beim vorherigen Neujahrsempfang im Jahre 2019 hatte Landrat Klaus Metzger einen finanziellen Zuschuss für einen Bürgerbus versprochen. Nun drehe dieser durch die Unterstützung des Landkreises und die aller Werbeträger bereits seine Runden und erleichtere so den Bürgern das Reisen, berichtete der Bürgermeister außerdem. Für die Zukunft sprach Gerstlacher den Wunsch nach einer Vernetzung des AVV mit dem MVV im Bereich Ried und Baindlkirch aus: „Dann könnten wir mit dem Bürgerbus als Zubringer für alle Ortsteile eine weitaus bessere Verbindung zu den Städten Augsburg und München schaffen“. Mit einem Blick auf den Landrat bat er: „Hier brauchen wir Unterstützung“.

Die Högl-Buam aus Baindlkirch umrahmten den Abend musikalisch. Die Högl-Buam spielen jetzt schon seit 20 Jahren auf Hochzeiten, Festen und seit Jahren in Andechs.

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