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Ried

08.04.2021

Ried will ein Tandem-E-Bike für Senioren anschaffen

Dieses Parallel-Tandem möchte die Gemeinde Ried eventuell für die Senioren anschaffen.
Foto: www.vanraam.com

Plus Mit einem Tandem-E-Bike sollen Senioren bald durch Ried fahren können. Doch noch sind Fragen offen.

Rieds Senioren sollen ein Tandem-E-Bike bekommen. Das befürworteten die Rieder Räte in ihrer jüngsten Gemeinderatssitzung. Vor einem endgültigen Beschluss muss die Verwaltung allerdings noch prüfen, inwieweit ein Leasing infrage kommt und welche Versicherung möglich ist.

Kümmerin Claudia Bordon-Vieler hatte bereits vorab für das Gefährt geworben: „Ein Tandem-E-Bike ist ein ideales Dreirad für zwei Personen, die nebeneinandersitzen können.“ Gerade für Senioren, die nicht auf einen Rollstuhl zurückgreifen möchten, sei dies das ideale Gefährt. Auf diese Weise könnten sie Ausflüge mit dem Doppelsitzer-Dreirad bequem und sicher gestalten. Jede Person könne unabhängig oder – wenn es erforderlich ist – im Team treten. Auch Bürgermeister Erwin Gerstlacher zeigte sich sehr interessiert: „Das stünde unseren Senioren gut zu Gesicht. Hier wären wir wieder mal Vorreiter und Ideengeber.“

Tandem in Ried: Senioren sollen zunächst Probefahrt machen

Robert Guha von der Lebensqualität empfahl, das Tandem erst zu leihen und auszuprobieren, vorrangig an einem Seniorennachmittag. Außerdem erinnerte er daran, dass es im Ort selbst keine Radwege gäbe. Andreas Sausenthaler von der Verwaltung legte dar, dass er sich mit der Kümmerin abgestimmt habe, natürlich werde man das Tandem erst ausprobieren. Dieses besondere E-Bike koste nämlich um die 9000 Euro, die im Haushalt 2021 zu Buche schlagen werden.

Allerdings sei er skeptisch, ob man so ein Tandem für längere Zeit Probefahren könne. Claudia Mayer von der Lebensqualität lobte die potenzielle Anschaffung als eine „nette Idee“, aber auch sie wäre für einen Test.

Gemeinde Ried prüft Leasing-Option

Gerald Modlinger von der Bürgergemeinschaft hegte Bedenken wegen der Nachfrage innerhalb der Gemeinde. Außerdem sei es beispielsweise für einen Baindlkircher schwierig, erst mit dem Auto oder Bus nach Ried zu fahren, um dort das Tandem zu benutzen. Ein Kompromissvorschlag kam von Josef Kölnsperger von den Freien Wählern: „Wir sollten die Sache einfach mal für zwei Jahre ausprobieren – vielleicht geht ein Leasing.“ Dem schloss sich das Gemeindeoberhaupt an, obwohl er die Probleme der anderen nicht sah: „Wenn das Tandem zwei Jahre rumsteht, verkaufen wir es wieder. In Bad Füssing oder Bad Wörishofen reißen die es uns doch aus den Händen.“ Damit war der Name „Bad Ried“ geboren und die Lacher waren groß.

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