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Verkehrsdebatte in Ried

27.05.2015

Rieder sprechen sich für die Osttangente aus

Bereits im Vorfeld scheiden sich bei der Osttangente die Geister. Im Rieder Gemeinderat überwiegen die Befürworter.
Bild: Riedmann-Pooch

Eine neue Straßenführung könnte den Ortskern entlasten. Wenig Verständnis für Proteste gegen die Trasse haben im verkehrsgeplagten Dorf die Kommunalpolitiker.

Ein Laster nach dem anderen brummt am Rieder Rathaus vorbei. Das Thema Verkehr liegt vielen Riedern am Herzen, denn die Ortsdurchfahrt wird von vielen Auto- und Lastkraftwagenfahrern als Abkürzung zur Autobahn genutzt. Gerade die Osttangente, die vielerorts auf Gegenstimmen stößt, könnte den Ort Ried entlasten. Diese Ansicht vertreten einige Gemeinderatsmitglieder, die mittlerweile kaum noch Verständnis für die Proteste anderer Gemeinden gegen die Trasse haben.

Josef Kölnsperger (FW) positionierte sich klar für den Bau der Tangente: „Wir sind die Leidtragenden für andere Gemeinden, deren Verkehr durch unsere Ortschaft fließt.“ Daher regte er an, dass sich Ried klar für die Trasse positionieren solle. Auch Gerald Modlinger (BG) unterstützt diese Idee: „Die Straßen sollten dort liegen, wo der Verkehrsaufwand entsteht.“ Er findet es unpassend, wenn sich Gemeinden gegen die Tangente stellen, obwohl zu ihnen gezogene Firmen das Verkehrsaufkommen verursachen.

Auch mit dem Aspekt des Umweltschutzes argumentierten die Rieder. „Wenn die Osttangente gebaut wird, müssen wir nicht mehr eine eigene Umgehungsstraße anlegen“, sagte Josef Kölnsperger. Dadurch würde seiner Ansicht nach die Natur und Landschaft um Ried geschont werden, da auch diese landwirtschaftlichen Flächen schützenswert seien.

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So könne hier die Natur entlastet werden, auch wenn der Bau der Osttangente andernorts einen Eingriff in die Umwelt nötig macht. Schon seit Jahren fasst die Gemeinde die Planung einer eigenen Ortsumfahrung ins Auge.

Vorgemerkt ist diese südlich von Ried und Hörmannsberg, wodurch der Ortskern entlastet würde. Grundsätzlich wünscht sich der Gemeinderat eine Senkung des Verkehrsaufkommens.

Gerade auch im Hinblick auf den neuen Ortskern, der aktuell geplant wird, ist dies ein großes Anliegen des Gremiums, da dieser direkt an der Ortsdurchfahrt liegen wird. So sprach sich auch Bürgermeister Erwin Gerstlacher zugunsten der Osttangente aus: „Diese Straße würde uns sicher entlasten.“

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