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Friedberg

06.07.2019

Roland Eichmann will wieder „das schönste Amt Bayerns“

SPD und Parteifreie Bürger Friedberg nominierten Roland Eichmann erneut zum Bürgermeisterkandidaten von Ulrike Sasse-Feile (SPD) und Wolfgang Rockelmann (Parteifreie) bekam er eine Schubkarre, um Projekte anzuschieben, und eine Notfallbox inklusive Glocke für Stadtratssitzungen
Bild: Ute Krogull

Plus SPD und Parteifreie Bürger Friedberg nominieren Roland Eichmann erneut als Bürgermeisterkandidaten. Er nennt Erfolge, Ziele - und zeigt sich selbstkritisch.

Seine Erfolgsbilanz der vergangenen Jahre, Visionen für die Zukunft Friedbergs - dies präsentierte Bürgermeister Roland Eichmann erwartungsgemäß auf der gemeinsamen Nominierungsversammlung von SPD und Parteifreien Bürgern. Der 47-Jährige schlug jedoch auch selbstkritische Töne an.

Und: „Das schönste Amt, das die bayerische Politik zu bieten hat“ (O-Ton Eichmann), er wird sich wieder darum bewerben. Die 36 Stimmberechtigten im Gasthaus Zieglerbräu stellten ihn (bei einer Enthaltung) als Kandidaten auf.

Projekte für Friedberg umgesetzt

Friedbergs SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ulrike Sasse-Feile lobte den Fleiß des „Bürgermeisters der Bürger“, seine Ideen, erfolgreich umgesetzte Projekte von der Schlosssanierung bis zum Ausbau der Kinderbetreuung und Eichmanns Art, auch unkonventionelle Wege zu gehen, etwa bei neuen Formen der Bürgerbeteiligung. Walburga Walkmann, die für die SPD Ottmaring sprach, bezeichnete ihn als „qualifiziert, selbstbewusst, offen“.

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Die SPD-Ortsvereine Friedberg und Ottmaring haben zusammen rund 140 Mitglieder; die Parteifreien Bürger, die 2007 gegründet wurden, etwa 35. Auch sie unterstützen Eichmann erneut. Man habe sich nach einiger Diskussion dafür entschieden, keinen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, so Wolfgang Rockelmann. „Er war fünf Jahre unser Bürgermeister.“ Zwar sei man manchmal nicht einer Meinung gewesen, manchmal seien die Parteifreien jedoch auch als Einzige hinter ihm gestanden.

Eichmann erinnerte in seiner Bewerbungsrede an seinen Wahl-Slogan von 2014. Der damalige Augsburger war unter dem Motto „Der Neue macht’s“ angetreten. Und dieses Versprechen habe er eingehalten, zeigte er sich überzeugt. Er habe die Stadt verändert, Neues angeregt. Dabei sei er sich der kritischen Stimmen aus Stadtrat, Verwaltung und Presse bewusst. Er spiele nicht „das Spiel der Eitelkeiten“ im Stadtrat, sei „kein gelernter Verwaltungsmann“ - und auch, dass Geduld nicht seine hervorstechende Eigenschaft sei, attestierte er sich.

Lebensqualität in Friedberg bewahren

Doch gehe er neue Wege, mische sich in der Verwaltung ein („nicht nur zu deren Vergnügen“), höre Bürgern zu und denke innovativ. Da gehe es auch einmal darum, die Grenzen des Baurechts auszureizen, damit sich eine junge Familie ein Eigenheim schaffen kann. Das Thema Wohnraum - sei es die Schaffung von Baurecht für rund 1500 Menschen oder die Ausweitung des kommunalen Wohnungsbaus - sieht er als einen Erfolg an, ebenso Verbesserungen im ÖPNV und in der Jugendarbeit.

Er räumte ein, dass man mit Inklusion im öffentlichen Raum nicht nur positive Erfahrungen gemacht habe (Umbau Kreuzung Münchner Straße), daraus jedoch lerne, und zeigte sich stolz, mit dem Bauhofchef den Bauhof zu einer schlagkräftigen Truppe, gerade im Hinblick auf das Straßenbaumanagement, ausgebaut zu haben.

In Zukunft gelte es, die Lebensqualität in Friedberg zu bewahren und zu verbessern. In seinem Ausblick nannte er Projekte wie den Neubau des Bauhofs, der 2020 beginnen soll, den Umbau der Bahnhofstraße ab 2021, die Nahwärmeversorgung des Stadtzentrums, die Planung einer „Altstadtstrategie“ inklusive Marienplatz mit Tiefgarage, Ausweisung weiterer Wohngebiete bis hin zu einem Beschluss, das NKD-Gebäude in ein Bürgerzentrum umzuwandeln.

Sasse-Feile und Rockelmann gratulierten und übergaben Geschenke: eine Schubkarre, um Projekte anzuschieben, und ein Notfallkästchen für Stadtratssitzungen. Enthalten darin sind unter anderem Wutkarten, Sanduhren zur Begrenzung der Redezeit sowie eine Glocke, um sich Gehör zu verschaffen.

Lesen Sie den Kommentar: Dem Stadtrat steht ein Umbruch bevor

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