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07.03.2009

SPD fordert mehr Chancengleichheit

Aichach-Friedberg (FA) - Die Benachteiligung von Frauen in vielen Lebensbereichen ist nach wie vor spürbar. Dies stellt die Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr (SPD) aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März fest. Auch die Landkreise Aichach-Friedberg und Augsburg machen nach ihrer Erfahrung keine Ausnahme. So würden Lehrkräfte an staatlichen Schulen im Vierjahresrhythmus beurteilt. Diese Beurteilungen bilden die Grundlage für Beförderungen. Weibliche Lehrkräfte schnitten hierbei schlechter ab.

In den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg erhielten 28,3 Prozent der männlichen Lehrkräfte die beiden Spitzenbeurteilungen. Von den weiblichen Lehrkräften erhielten diese beiden Spitzenbeurteilungen nur 14,8 Prozent, also fast die Hälfte. Strohmayr appelliert sowohl an die Gleichstellungsbeauftragten als auch an die staatlichen Schulämter, künftig dezidiert darauf zu achten, dass weibliche Lehrkräfte an Volksschulen in der dienstlichen Beurteilung nicht abgehängt werden. Anlässlich des Internationalen Frauentags fordert Strohmayr zudem die Staatsregierung in einem Dringlichkeitsantrag auf, dafür zu sorgen, dass es mehr Chancengleichheit für Frauen gibt. Unter anderem solle der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigen. Ferner müssten mehr Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe und mehr Männer ans Lehramt oder an soziale Berufe herangeführt werden. Für notwendig hält Strohmayr auch Quotenregelungen im öffentlichen Dienst, Frauenförderung an den Hochschulen sowie einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sowie einen Ganztagsschulplatz. Und schließlich setzt sich laut Strohmayr die Benachteiligung von Frauen im Rentenalter fort: Die durchschnittliche Rente von Frauen beträgt 499 Euro, die der Männer dagegen 955 Euro.

Als wichtigen Schritt zur Gleichstellung von Frauen in Bayern wünscht sich Strohmayr, dass mehr Frauen den Zugang zur Politik finden. Bei der SPD klappt das laut Strohmayr schon recht gut. 18 von 39 SPD-Abgeordneten im Landtag sind weiblich. Innerhalb der Staatsregierung sieht Strohmayr jedoch einen großen Nachholbedarf.

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