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13.03.2009

Sanierung der Burgkirche schiebt sich auf 2010

Aichach-Oberwittelsbach (FA) - Dringend nötig ist die Sanierung der Burgkirche Oberwittelsbach, eines der Wahrzeichen des Wittelsbacher Landes. Doch aller Voraussicht nach kann erst im Jahr 2010 mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden. Dies ergab jetzt ein Ortstermin mit Experten.

Noch im November war das Staatliche Bauamt in Augsburg von einem Sanierungsbeginn in diesem Jahr ausgegangen. Anfang Oktober hatte sich aufgrund von Rissen ein 800 Gramm schwerer Steinbrocken gelöst und fiel auf die Empore herunter. Die Kirche wurde zunächst gesperrt und kann nach einer Sicherungsmaßnahme seit November wieder genutzt werden.

Immer wieder werde er von besorgten Bürgern seiner Heimatpfarrei auf den drohenden Verfall der Kirche "Maria vom Siege" angesprochen, sagte Landrat Christian Knauer. Als Leiter der Unteren Staatlichen Denkmalbehörde wollte er durch den Ortstermin weitere Bewegung in den Sanierungsprozess bringen. So hatten sich eine Reihe von Fachgutachtern, Vertretern des Staatlichen Bauamtes Augsburg, der Diözese, des Landesamtes für Denkmalpflege, der Regierung von Schwaben und der Kirchenstiftung eingefunden. Ein Vertreter der Stadtpfarrei war laut Pressemitteilung nicht dabei.

Landrat drängt auf zügige Sanierung

Sanierung der Burgkirche schiebt sich auf 2010

Knauer unterstrich die geschichtliche Bedeutung des Ortes, die über Stadt und Landkreis hinausgehe. Er forderte die Beteiligten auf, die Generalsanierung nach den ersten Notsicherungsmaßnahmen nun zügig abzuwickeln. Schon seit Jahren ist der schlechte Zustand der Kirche bekannt. Sie musste gesperrt werden, nachdem 2005 Schäden am Tonnengewölbe des Langhauses festgestellt worden waren. Ein Gutachten ergab, dass die Außenwände der Kirche die horizontalen Schubkräfte des sehr flachen Gewölbes nicht mehr ableiten können.

Kosten werden nach Vertrag aus dem 19. Jahrhundert verteilt

Daraufhin veranlasste das Bauamt eine Notsicherung durch Zugstäbe aus Stahl, die unterhalb des Tonnengewölbes quer durch die Außenwände des Langhauses verlaufen und den Schub des Gewölbes auffangen. Außerdem musste ein Mauerpfeiler im Nord-Westen der Kirche mit einer Holz-Stahl-Konstruktion gestützt werden.

Zur Sicherung des Kirchenraumes vor herabfallenden Gewölbesteinen hat das Bauamt Sicherungsnetze befestigen lassen. Es plant nun auch die dringend erforderliche Generalsanierung der Burgkirche, die sowohl die statische Instandsetzung als auch die Innensanierung der Raumschale und der Ausstattung beinhaltet.

Die Kosten der Maßnahme teilen sich zwischen Freistaat Bayern und der Kuratiekirchenstiftung "Maria vom Siege" gemäß einem Vertrag, der zwischen Freistaat Bayern und der katholischen Kirche bereits im 19. Jahrhundert geschlossen wurde, auf. Gesamtkosten: rund 2,5 Millionen Euro. Im Staatshaushalt sei das Projekt eingeplant. Es liege nun an der Kirchenstiftung, dem Maßnahmenkatalog zuzustimmen und die anteiligen Kosten in den Haushalt einzustellen.

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