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Bauschäden

18.10.2011

Sankt Michael ist akut einsturzgefährdet

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Von einer Hebebühne aus beurteilten Statik-Fachleute den Zustand des Kirchengewölbes, bei dem die Gefahr besteht, dass der Dachstuhl darauf lastet. Die Pfarrkirche St. Michael muss deshalb gesperrt werden.
Bild: Archivfoto: M. Sieghardt

Pfarrer Thomas Schwartz muss Meringer Kirche sofort schließen. Sie droht einzustürzen.

Akut einsturzgefährdet ist die Meringer Pfarrkirche Sankt Michael. Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz war am Montagvormittag geschockt von der Nachricht der Abteilung Bauwesen der Diözese Augsburg. In einem Schreiben, das ihn gestern erreichte, wurde der Pfarrer über den bedrohlichen Zustand informiert. Es sei nicht auszuschließen, dass eine „akute Gefährdung für Besucher und Passanten“ bestehe. Die Schäden in der Dachstuhlkonstruktion sind so massiv, dass zu drastischen Maßnahmen gegriffen werden muss. Die Diözese Augsburg kann für die Sicherheit der Personen keine Verantwortung mehr übernehmen. Deshalb hat Pfarrer Schwartz sofort veranlasst, die Tore zu schließen.

Vor wenigen Tagen hat es in der Kirche bereits statische Untersuchungen zur Ermittlung eines sogenannten Standsicherheitsnachweises gegeben. Die Ergebnisse liegen nun aktuell vor und sollen heute gemeinsam mit Statiker, Architekt und Kirchenverwaltung sowie Vertretern des Bistums besprochen werden.

„Zunächst wollen wir versuchen, über ein Sicherungsgerüst das Gebäude abzustützen und so die Kirche für die Gemeinde wieder zugänglich zu machen“, erklärte der Meringer Seelsorger.

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Es habe sich im Vorfeld nicht abgezeichnet, dass es „so schlimm um unsere Kirche steht“, zeigte sich Schwartz bestürzt. Noch am Wochenende hat ein großer Festgottesdienst zum 90-jährigen Bestehen des Meringer Frauenbunds stattgefunden (siehe weiteren Bericht). Die Kirche war voll besetzt.

Die nun eingeleiteten Untersuchungen sollen weiteren Aufschluss darüber geben, wie stark die Stucktonne der Kirche angegriffen ist. Zudem müsse der Dachstuhl mit Ankern notgesichert werden. Nicht nur erhebliche Kosten werden auf die Gemeinde zukommen, sondern auch monatelange Einschränkungen. „Wir hoffen sehr, dass wir bis zur Weihnachtszeit wieder in unsere Kirche können“, sagte der Meringer Seelsorger. Dabei sei Geld noch nicht das Entscheidendste. „Vielmehr müssen wir jetzt daran arbeiten, wie und wo wir künftig unsere Gottesdienste, Andachten und weitere seelsorgerische Veranstaltungen zelebrieren wollen“, so Schwartz weiter. Ein Notfallplan laufe bereits an. Über die Termine wird die Gemeinde am Donnerstag in der Presse informiert.

Schwartz will die Gläubigen „lückenlos“ über den Zustand der Kirche informieren. „Wir werden ganz transparent sein und nicht hinter verschlossenen Türen diskutieren“, versprach er. Die Ergebnisse der heutigen Gespräche werde er umgehend der Bevölkerung mitteilen.

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