Newsticker

EU sichert sich bis zu 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Schlussstrich für die Kreuzeckstraße

Gemeinderat in Mering

24.11.2017

Schlussstrich für die Kreuzeckstraße

Die Kreuzeckstraße wird nicht mehr bis zur Wendelsteinstraße verlängert.
Bild: Eva Weizenegger (Archiv)

Der Gemeinderat hebt den Ausbaubeschluss offiziell auf. Die Korrespondenz dazu mit einem Anwohner füllt schon drei große Aktenordner.

Eigentlich wollte der Markt Mering die Kreuzeckstraße verlängern und so eine Verbindung zur Wendelsteinstraße schaffen. Doch ein nötiger Grundstückskauf scheiterte und das Gremium legte das Projekt Ad acta. Sehr zum Leidwesen des Anwohners Albrecht Fesenmeir, der immer wieder auf die Umsetzung des ursprünglichen Beschlusses drängt.

Nun regte die Kommunalaufsicht am Landratsamt, bei der ebenfalls entsprechende Schreiben eingingen an, den Ausbaubeschluss des Gemeinderats vom März 2011 zur Klarlegung auch formal aufzuheben. Noch am Sitzungstag hatte Fesenmeir ein Schreiben als Tischvorlage für die Gemeinderäte eingereicht. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler trug dieses mündlich vor. Der Anwohner in der Kreuzeckstraße legte darin dar, dass seiner Ansicht nach der Durchstich der Kreuzeckstraße sehr wohl noch möglich sei. Dafür nötiger Grund auf dem Areal der Sozialwohnungsblöcke sei noch nicht für die dort geplanten Außenanlagen gestaltet. Außerdem verwies er darauf, dass dem Gemeinderat nicht seine vollständige Korrespondenz mit dem Bürgermeister vorliege.

Lange Vorgeschichte zur Kreuzeckstraße

Dazu erklärte Kandler, dass der Schriftverkehr drei Leitzordner umfasse und er sie gerne jedem Gemeinderat zur Verfügung stellt, der sie dann aber auch lesen müsse. Er widersprach der Aussage, dass der Endausbau der Kreuzeckstraße noch möglich ist. Auf Nachfrage der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Petra von Thienen, die erst seit den Kommunalwahlen 2014 Mitglied im Marktgemeinderat ist, fasste der Bürgermeister noch einmal kurz die Vorgeschichte zusammen.

Ursprünglich hatte das Gremium den Plan, die Verlängerung der Kreuzeckstraße zur Wendelsteinstraße zu bauen. Deswegen hatte sich die Gemeinde auch ein Rückkaufsrecht für die nötigen Flächen bei der Kreiswohnbau GmbH gesichert. Außerdem wäre dafür aber noch weiterer Grund nötig gewesen, der sich im Eigentum eines Bauträgers befand. „Aber er hat uns den Grund nicht verkauft“, berichtete Kandler. Und damit hatte sich das Projekt erledigt. Entsprechend habe die Gemeinde dann auch auf ihr Rückkaufsrecht gegenüber der Kreiswohnbau verzichtet. Auf den Grundstücken der Kreiswohnbau GmbH entstehen nun Parkplätze, die nach der Stellplatzverordnung nachgewiesen werden müssen.

Mit 22:0 Stimmen entschied der Gemeinderat, den ursprünglichen Beschluss für die Verlängerung der Kreuzeckstraße aufzuheben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren