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Gemeinderat

19.02.2016

Schmiechen sichert Ehrenamtliche ab

Helfer können künftig beruhigt mit dem Privatfahrzeug im Dienste des Nächsten anrücken

Der Jugendwart organisiert einen Ausflug an den See, die Asylhelferin fährt den Flüchtling zum Arzt, der Feuerwehrmann ist unterwegs zum Einsatz. All diese Situationen haben eines gemeinsam: Ehrenamtliche Helfer setzen sich für einen guten Zweck ein und unterstützen ihre Gemeinde. Nicht selten nutzen sie dafür ihr Privatfahrzeug. Sollte sich dabei ein Unfall ereignen, bleibt der Ehrenamtliche gegebenenfalls selbst auf dem Schaden an seinem Auto sitzen.

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Die Gemeinde Schmiechen will das nun ändern und Ehrenamtliche absichern, wenn sie im Auftrag der Gemeinde unterwegs sind. Schließlich kommt so ein Schaden am Fahrzeug schneller, als man denkt. „Wenn man schon ehrenamtlich unterwegs ist, darf man nicht auch noch auf solchen Kosten sitzen bleiben. Immerhin tragen die Helfer meist schon die Benzinkosten selbst“, begründete Bürgermeister Josef Wecker den Vorschlag.

Eine solche Dienstfahrt-, Fahrzeug- und Rabattverlustversicherung bei der Bayerischen Versicherungskammer würde die Gemeinde 480 Euro pro Jahr kosten. „Das ist zwar nicht wenig, würde aber alle Ehrenamtlichen mit einschließen“, so Wecker. Gemeinderat Peter Zerle sprach sich ebenfalls für die Versicherung aus. Denn wenn man die Kosten auf alle gefahrenen Kilometer der Ehrenamtlichen umrechne, sei das schon gar nicht mehr so viel. Der Gemeinderat stimmte schließlich geschlossen für die Versicherung. Geklärt werden müsse aber noch die Frage nach einem Fahrtenbuch – weitere Themen:

l Bürgermeister Wecker legte Informationen zu Spenden vor, welche die Gemeinde im Laufe des letzten Jahres erhalten hat. Insgesamt sind in Schmiechen mehr als 5000 Euro zusammengekommen, das meiste zugunsten der Flüchtlingshilfe. l Zuwendungen für gemeinnützige Organisationen oder Vereine sollen künftig nicht mehr jedes Jahr aufs Neue entschieden werden, sondern bis auf Widerruf gelten. In der letzten Sitzung beschlossen die Gemeinderäte eine Zuwendung in Höhe von 200 Euro für die Bläserschule Paartal und 64 Euro für die Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg (fünf Cent pro Einwohner).

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