Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Schnee und Eis sorgen für Ärger

Umweltausschuss Friedberg

12.01.2010

Schnee und Eis sorgen für Ärger

Durch Schnee und Eis hatten die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses zur Sitzung gekämpft. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Thema "Schneeräumen" auf die Tagesordnung gebracht wurde. Von Eva Weizenegger

Von Eva Weizenegger
Mering. Durch Schnee und Eis hatten sich am Montagabend die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses zur Sitzung gekämpft. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Thema "Schneeräumen" auf die Tagesordnung gebracht wurde.

Manfred Drexl ( CSU), der für den erkrankten Leonhard Erhard an der Bauausschusssitzung teilnahm, kritisierte die "schlecht geräumten Straßen" im Gemeindegebiet: "Das wäre noch verbesserungswürdig." Und sein Parteikollege Josef Kennerknecht fügte hinzu: "Ich wurde schon von vielen Bürgern angesprochen, dass das in Kissing viel besser funktioniert."

Bürgermeister Hans-Dieter Kandler ( SPD) wusste um die Kritik, wandte jedoch ein: "Wie sollen unsere Bauhofmitarbeiter 70 Kilometer Straßen an einem Tag räumen, wenn es permanent schneit?" Man habe sich bewusst im Gemeinderat dafür entschieden, die Seitenstraßen eingeschränkt zu räumen. Das bedeute aber nicht, dass diese nicht geräumt werden. "Es geht dabei lediglich darum, dass die Seitenstraßen nicht gesalzen werden."

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nach einem festgelegten Räumplan würden zunächst die Hauptverkehrswege und danach die Seiten- beziehungsweise Wohnstraßen vom Schnee befreit. "Ich glaube, dass nicht die Straßen das Problem darstellen, sondern vielmehr die mangelhafte Räum- und Streupflicht auf den Gehwegen durch die Anwohner für Ärger bei den Bürgern sorgt", stellte sich Kandler hinter seine Bauhofmitarbeiter.

Claudius Hirner, Leiter des Bauhofs, will den vergangenen Montag nicht als "Maßstab" für die Schneeräumarbeiten des Bauhofs sehen. "Wenn es den ganzen Tag schneit, kommen auch wir an den Rand unserer Kapazitäten." Es seien vier Fahrzeuge und sieben Mitarbeiter im Einsatz gewesen. Zunächst werden alle Straßen der Dringlichkeitsstufe eins geräumt. "Darunter fallen die Hauptstraßen, die Busschleifen und die Schule." Hier ist der Unimog im Einsatz. Ebenfalls zur Dringlichkeitsstufe eins gehören die Straßen im Ortskern sowie die Berge wie zum Beispiel Hafner- und Jägerberg, Rosengasse oder Eckener Straße. Sie werden von den kleineren Multifunktionsfahrzeugen geräumt. Dazu kommen noch zwei Mitarbeiter, die mit Schneeschaufeln im Einsatz sind und die für Fahrzeuge unzugänglichen Straßen oder Gehwege räumen. "Außerdem sind wir eine der wenigen Kommunen, die überhaupt noch die Wohngebiete räumen", sagte Hirner. In Kissing sei dies nicht der Fall. Eine Tour durch die 70 Kilometer Gemeindestraßen dauere, je nach Schneemenge, vier bis sieben Stunden. "Wenn es natürlich viel schneit, müssen wir häufiger die wichtigen Straßen räumen, dann bleibt für die Wohngebiete nur noch ein Fahrzeug", erklärte sich Hirner die Kritik vonseiten einiger Bauausschuss-Mitglieder.

Für ihn sei ausschlaggebend, dass gestern kaum Beschwerden der Bürger bei der Verwaltung eingegangen seien. "Bei über 13 000 Einwohnern bin ich damit sehr zufrieden, wenn es nur wenige Beschwerden gibt", sagte Hirner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Nur eine "Glatteisklage" hatte bisher Erfolg

Dies bestätigt auch die Bilanz der sogenannten "Glatteisklagen". Nach Informationen von Bauamtsleiter Armin Neumeir habe es in den letzten 20 Jahren nur eine verlorene Klage für die Kommune gegeben. Jährlich gingen rund zehn Klagen ein, wobei zwei bis drei vor Gericht kämen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren