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Gesundheit in Friedberg

12.09.2018

Schnelle Hilfe bei Herzinfarkten  in Friedberg

Defibrillatoren können Menschen das Leben retten. Sie sind nicht schwer einzusetzen.

Die Firma MedX5  aus Derching will den Zugang zu Defibrillatoren in Friedberg verbessern.

 Die Firma MedX aus Derching zählt in Europa zu den größten Vertreibern von Defibrillatoren. Sie will sich dafür einsetzen, dass Menschen die Standorte der Defis in Friedberg schnell finden. Dabei setzt sie auf eine App fürs Handy, auf Aufklärung über die Funktionsweise der Defis und auf bessere Ausschilderung der Standorte, auch bei Nacht. Ein Verband von Herstellern entwarf eine App namens „Citizens save lives“ („Bürger retten Leben“). Sie kann unter „Cisali“ im Apple-Store für iPhone und im Google Play Store für Android heruntergeladen werden.

Die App zeigt unter anderem eine Karte, auf der weltweit registrierte Standorte von Defibrillatoren – auch in Friedberg – zu sehen sind, inklusive der sogenannten herzsicheren Städte. Menschen mit einer Herzkrankheit können mithilfe dieser Karte beispielsweise ihren Urlaub planen.

Defibrillatoren werden bei Herzflimmern oder -flattern eingesetzt, erklärt Thomas Winter vom Roten Kreuz Aichach-Friedberg. Der Stromschlag des Geräts kann Leben retten. Die App „Citizens save lives“ hilft dabei: Wenn man eine bewusstlose Person findet, nicht weiß, wie man helfen soll und ein Rettungswagen womöglich länger zum Unglücksort braucht, kann man den Punkt „SOS/Notruf“ verwenden. Medizinisch ausgebildetes Personal, das in der Nähe ist, bekommt dann eine SMS aufs Handy und kann zu Hilfe eilen.

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Viele Standorte in Friedberg

Die App hat zwar schon mehrere Standorte von Defibrillatoren in Friedberg registriert, doch die meisten Menschen wissen nicht, wo sie im Ernstfall ein lebensrettendes Gerät finden, weiß Volker Brand, Geschäftsführer von MedX5. Er bittet daher Bürger, Organisationen und Firmen in Friedberg, die einen Defibrillator besitzen, der öffentlich zugänglich ist, sich zu melden. Der Defibrillator wird dann in der App registriert. Auch Firmen, deren Defibrillator nur während der Geschäftszeiten zugänglich ist, sollen sich melden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Friedberg will MedX5 die Standorte besser kenntlich machen; sie erhalten in der Nacht leuchtende, richtungsweisende Hinweisschilder.

Am 16. Oktober, dem Weltreanimationstag, öffnet die Firma in der Humboldtstraße 9 in Derching außerdem ihre Türen. Jeder kann dort lernen, wie eine Herzdruckmassage funktioniert. Wenn kein Defibrillator vorhanden ist, ist sie der einzige Weg, dem Patienten das Leben zu retten. Brand möchte den Menschen auch die Angst vor der Benutzung eines Defibrillators nehmen: „Sie sind kinderleicht zu bedienen.“

Auch Thomas Winter betont, ein Defibrillator sei nicht schwer einzusetzen. Sobald man ihn einschaltet, gebe er kurze verständliche Anweisungen, wie man die Elektroden anbringen und weiter vorgehen soll. Außerdem führe er etwa alle zwei Minuten eine Analyse durch und gebe entsprechende Anweisungen. Die Bedienung sei genau festgelegt und man müsse nur den Anweisungen folgen, um ein Leben zu retten.

Kontakt

Wer den Standort eines Defibrillators melden möchte, kann sich unter redaktion@friedberger-allgemeine.de an unsere Zeitung wenden.

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