Newsticker

Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Schüler blicken beim Discounter hinter Kulissen

Friedberg

29.07.2010

Schüler blicken beim Discounter hinter Kulissen

Schüler der Friedberger und Kissinger Hauptschule durften unter Aufsicht von Friedrich Käufer (unteres Bild rechts) Arbeiten übernehmen. Fotos: Christian Gall
2 Bilder
Schüler der Friedberger und Kissinger Hauptschule durften unter Aufsicht von Friedrich Käufer (unteres Bild rechts) Arbeiten übernehmen. Fotos: Christian Gall

Hinter die Kulissen haben Schüler bei einem Friedberger Discounter geblickt und festgestellt: Kassieren schaut einfacher aus, als es ist. Von Christian Gall

Beim alltäglichen Einkauf merken die Kunden kaum, wie viel Aufwand dafür im Hintergrund eines Supermarktes nötig ist. Doch acht Jugendliche hatten nun in

Friedberg

Gelegenheit zu Einblicken bei einem Discounter. Sie konnten sehen, dass selbst scheinbar einfache Handgriffe eine Herausforderung darstellen können.

Der Praxistag wurde von der Aldifiliale in der Marquardtstraße in Friedberg angeboten. "Das war das erste Projekt dieser Art im Raum Augsburg", erklärte Kristin Urban, die zusammen mit Friedrich Käufer das Projekt durchführt. Die Schüler aus der achten Klassenstufe hatten sich freiwillig gemeldet. Sowohl die Friedberger als auch die Kissinger Hauptschule war vertreten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

"Uns macht das richtig Spaß, vor allem der Kartonagenhäcksler ist super", berichteten die Schüler. In zwei Vierergruppen aufgeteilt sammelten sie neue Erfahrungen im Supermarkt und mussten dabei feststellen, dass nicht alles so einfach ist, wie es im ersten Augenblick aussieht. "Es ist wirklich lustig anzusehen, wie vorsichtig die Schüler alles anfassen, vor allem die Weinflaschen", erzählte Silke Wolf aus Augsburg, die ihre Ausbildung erst vor wenigen Wochen beendet hat.

"Durch die Auszubildenden werden den Schülern die Dinge von Leuten erklärt, die noch eher ihrer Altersgruppe entsprechen", sagte Kristin Urban. So sei es möglich, dass die Jugendlichen Einweisungen von Leuten auf "Augenhöhe" erhalten. Und das war auch nötig, denn es gab viel zu lernen. Dabei können sich die Schüler in die Ausbildung eines Einzelhandelskaufmanns einfühlen.

"Jede Filiale bietet jährlich einen Ausbildungsplatz an, somit machen wir hier Werbung in eigener Sache", erzählte der Regionalverkaufsleiter Friedrich Käufer. Dies komme auch den Schülern entgegen, sie können sich beruflich orientieren. Eine der Schülerinnen gab sogar an, dass sie selbst an der Ausbildung interessiert sei.

Ein Höhepunkt für die Jugendlichen war ein Test-Kassieren mit den Projektbetreuern. Die Handgriffe sehen bei erfahrenen Angestellten absolut einfach aus, doch der Eindruck täuscht. Die Schüler müssen sehr darauf achten, die Artikel nicht mehrfach zu scannen, außerdem gilt es, ein hohes Tempo vorzulegen. Besonders schwierig wurde es, als Friedrich Käufer heimlich eine ausländische Pfandflasche mit auf das Band "schmuggelte".

"Wir sind vollauf begeistert von dem Einsatz der Schüler, sie zeigen sich wirklich sehr interessiert", berichtete Käufer. So sei es recht wahrscheinlich, dass das Projekt keine einmalige Veranstaltung bleibt. Die Planer des Praxistages sind sich sicher, dass sich dann auch wieder Jugendliche dafür begeistern lassen. Von Christian Gall

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren