Newsticker
Markus Söder appelliert an Bund: Konkretes Konzept für Corona-Schnelltests nötig
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Schüler führen Schüler durch Sonderschau

Ausstellung

14.01.2019

Schüler führen Schüler durch Sonderschau

Lucy, Anita und Luisa führen den Leiter der Realschule Mering, Andreas Pimpl, durch die Ausstellung Mering im Freistaat Bayern - Schlaglichter auf 100 bewegte Jahre“.
Bild: Christine Hornischer

Realschule und Heimatverein werfen Schlaglichter auf 100 bewegte Jahre in Mering. Die Jugendlichen erweisen sich als Experten

In einer Ausstellung im Heimatmuseum, die noch bis zum Jahresende zu sehen ist, ziehen Schüler der Realschule gemeinsam mit dem Meringer Heimatverein Parallelen zwischen dem Geschehen im Freistaat Bayern und dem Markt Mering. „Mering im Freistaat Bayern - Schlaglichter auf 100 bewegte Jahre“ heißt die sehr interessante Ausstellung, die die Geschichte des Freistaats Bayern seit der Revolution von 1918 umfasst.

Dabei werden Meringer Ereignisse verschiedener Zeitabschnitte in den größeren historischen Gesamtzusammenhang eingeordnet, sodass die Besucher stets die breitere Perspektive vor Augen haben, zugleich aber den Blick durch die Lupe auf Mering werfen können. Besonders interessant macht die Ausstellung ihr schlaglichtartiger Charakter sowie die umfangreiche Bebilderung.

16 Schülerinnen und Schüler hatten gemeinsam mit dem Leiter des Heimatvereins, Joachim Pagel, die Exponate bearbeitet und erhielten so tiefe Einblicke in das Thema. Daher sind die Initiatoren wahre Experten und haben große Kompetenz darin, das Interesse der Besucher zu fördern. Demzufolge war es auch für Konrektor Andreas Jell, der das Projekt begleitet, ganz logisch, das Cicerone-Prinzip anzuwenden.

Es bietet einen neuen Weg der Kunstvermittlung: Die 16 jugendlichen Experten geben ihr Wissen in Führungen an andere Klassen aller Jahrgangsstufen weiter. Die Führungen sind stark geprägt von der Faszination, die die Themen auf die SchülerInnen ausüben und von ihrer jugendlichen Sichtweise - die den Zuhörenden interessante wie auch vertraute Einstiege bieten können.

Im Gespräch erfahren die Besucher alles über die revolutionär gesinnten Meringer Arbeiter- und Bauernräte im Jahre 1918 oder die tapferen Bürger, die Mering bei Kriegsende 1945 vor der möglichen Zerstörung bewahrten. „Jeder von uns Schülern hat seinen eigenen Bereich, den er zeigt“, erklärt Lucy, die mit Anita, Luisa, Lucia, Elisa und Theresa die weibliche Führungsmannschaft bildet. Die Jungen mit Samuel, Felix und Lars teilen den Rest der Ausstellung unter sich auf. „So gestalten wir die Ausstellung abwechslungsreicher“, sagt Sarah, die gerade mit einer Gruppe ans Ende kommt.

Die nächste Gruppe bilden keine Schüler, sondern Politiker mit Bundestagsabgeordnetem Hansjörg Durz, Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko, Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Schwaben, Bernhard Buchhorn sowie Realschuldirektor Andreas Pimpl, Konrektor Andreas Jell und der Leiter des Heimatvereins, Joachim Pagel. „Die Schülerinnen und Schüler aus Mering haben perfekt umgesetzt, was wir mit dem Schülerlandeswettbewerb angeregt haben.“

Die Ausstellung im Heimatmuseum in der Boutevillestraße 23 (Eingang am Schießhäuslweg) ist jeden 1. Sonntag im Monat (außer August und September) und an allen Marktsonntagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis November 2019 zu sehen. Besichtigungen und Führungen außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Kontakt: Joachim Pagel, Telefon 08233 7390208.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren