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Friedberg

05.08.2010

Schülerin "stolpert" über 1000 Euro

Schülerin "stolpert" über 1000 Euro

Eine ungewöhnliche Entdeckung machte die elfjährige Franziska Buser am letzten Unterrichtstag vor den Sommerferien. Sie war mit dem Fahrrad auf dem Weg von Hügelshart zur Konradin-Realschule, als ihr auf der Engelschalkstraße ein Geldbeutel auffiel - mit 1000 Euro Inhalt. Obwohl die Elfjährige alles richtig machte, dauerte es ein bisschen, bis das Geld wieder bei der Besitzerin landete. Von Christian Gall

Friedberg Eine ungewöhnliche Entdeckung machte die elfjährige Franziska Buser am letzten Unterrichtstag vor den Sommerferien. Sie war mit dem Fahrrad auf dem Weg von Hügelshart zur Konradin-Realschule, als ihr auf der Engelschalkstraße ein Geldbeutel auffiel - mit 1000 Euro Inhalt. Obwohl die Elfjährige alles richtig machte, dauerte es ein bisschen, bis das Geld wieder bei der Besitzerin landete.

Vor einer Woche hatte sich eine 45-Jährige bei der Polizei gemeldet, dass sie den Geldbeutel verloren hatte. "Im Normalfall kann man das Geld abschreiben, es kommt so gut wie nie vor, dass so ein Betrag wieder abgegeben wird", erklärt der Leiter der Friedberger Polizeiinspektion, Josef Higl. So hatte die Besitzerin in diesem Fall großes Glück, dass Franziska die Finderin war.

Die beste Freundin eingeweiht

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"Ich habe den Geldbeutel vom Boden aufgehoben und gesehen, dass wirklich viel darin war. Darauf habe ich ihn sofort in meinen Rucksack gesteckt", erklärt Franziska. In der Schule erzählte sie nur ihrer besten Freundin Antonia davon, um nicht zu viel Aufsehen zu erregen.

Zu Hause angekommen, zeigte sie ihren überraschten Eltern den Geldbeutel. "Unsere Tochter war glücklich über den Fund, aber sie wollte unbedingt den Besitzer ausfindig machen", erzählte Franziskas Vater Stefan Buser. Doch dies war schwieriger als erwartet. Kein Ausweis oder persönliches Dokument gab einen Hinweis auf die Besitzerin. "Franziska hat in der Zwischenzeit schon ihren Finderlohn ausgerechnet", amüsierte sich der Vater.

Die Eltern meldeten sich beim Friedberger Fundbüro, allerdings gab es auch dort keine genaue Auskunft zum Besitzer. "Uns wurde gesagt, wir sollen die Geldbörse einfach vorbei bringen, aber wir wussten nicht sicher, ob das die richtige Lösung ist", berichtete Stefan Buser. Die Familie wollte dies möglichst auf direkterem Wege erledigen.

Zufällig stieß Franziska auf den richtigen Hinweis. "In der ersten Ferienwoche habe ich bei Antonia übernachtet. Da hat sie mir die Zeitung gezeigt, dort war der Verlust gemeldet", erzählte sie. So konnte über den Polizeibericht in der Friedberger Allgemeinen die Besitzerin gefunden werden.

"Dann haben wir gleich bei der Polizei angerufen. Kurz darauf kam ein Polizist, der den Geldbeutel abholte und im Auftrag der Eigentümerin 100 Euro Finderlohn überbrachte", berichtet der Familienvater. Franziska freute sich sehr über die Belohnung zu Ferienbeginn, freudig steckte sie die Scheine in ihr Sparschwein. "Der Finderlohn ist großzügig, die Besitzerin wäre zu weniger verpflichtet gewesen", betont Polizeihauptkommissar Josef Higl. "Franziska ist glücklich darüber, etwas Gutes getan zu haben. Sie war nie in Versuchung, den kompletten Betrag zu behalten", ist Stefan Buser stolz auf seine ehrliche Tochter.

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