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Bildung

24.01.2018

Schule und Schüler gehen neue Wege

Wie sich die Friedberger FOS auf ihren neuen Gesundheitszweig vorbereitet

Wer sich für die Themen Gesundheit und Ernährung interessiert oder nach einem alternativen Weg zum Pharmazie- oder Medizinstudium sucht, ist ab September 2018 in der neuen Ausbildungsrichtung „Gesundheit“ an der Beruflichen Oberschule (BOS) in Friedberg richtig. Auf dem Stundenplan steht dann, neben dem Profilfach Gesundheitswissenschaften, verstärkt Unterricht in Biologie, Chemie, Kommunikation und Interaktion. Das bedeutet für die Schüler, Wissen über unser Trinkwasser zu erwerben, zu erfahren, welche Rolle Bakterien, Viren und Parasiten beim Ausbrechen von Infektionen spielen, und zu lernen, wie man angemessen mit alten oder kranken Menschen kommuniziert.

Bis es so weit ist, kommt auf die Schule noch einiges an Arbeit zu. Zwar reichen die bisherigen Räumlichkeiten für die ersten Klassen im Herbst vorerst aus, doch neues Unterrichtsmaterial, etwa in Form hochwertiger Mikroskope, muss angeschafft werden und es werden viele neue Praktikumsstellen benötigt. Denn die Schüler der elften Jahrgangsstufe FOS sind nur jede zweite Woche im Unterricht, in der übrigen Zeit sammeln sie praktische Erfahrungen in Betrieben, die zur jeweiligen Ausbildungsrichtung passen. Neben den bisherigen Stellen in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen kämen nun medizinische Labore, logopädische oder physiotherapeutische Praxen, Apotheken oder Arztpraxen dazu, erläutert die Leiterin der fachpraktischen Ausbildung an der Beruflichen Oberschule, Ursula Schuster-Braun, und fügt hinzu: „Grundsätzlich sind wir immer offen für angebotene Praktikumsstellen. Diese sollten mit Rücksicht auf den Einzugsbereich unserer Schule und die Fahrzeiten der Schüler aber eher im Großraum Aichach-Friedberg angesiedelt sein als im Westen von Augsburg.“ Wer ab September 2018 einen Praktikanten aufnehmen möchte, könne sich mit ihr unter fpa@fosbosfriedberg.de in Verbindung setzen.

Die neue Ausbildungsrichtung ist jedoch nicht nur interessant, weil im Rahmen des Praktikums bereits Grundwissen für ein späteres Studium im medizinischen Bereich nach dem Abschluss der 13. Klasse erworben werden kann. Die Fachoberschüler können dann, anders als die Abiturienten am Gymnasium, ohne zweite Fremdsprache Pharmazie, Tier- oder Humanmedizin an der Universität studieren. Dies sei jedoch nur momentan im Rahmen des Schulversuches möglich, stellt die stellvertretende Schulleiterin Hermine Scroggie klar. Ob diese erleichterte Zugangsvoraussetzung dauerhaft bestehen bleibe, sei noch nicht geklärt.

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Wer noch mehr erfahren will oder spezielle Fragen hat, sollte zum Informationsabend am 24. Januar, 18.30 bis 20 Uhr, in die Aula der BOS Friedberg kommen.

Einen kleinen Wermutstropfen hat der Schulversuch jedoch: Für etliche Schüler, die derzeit bereits den Sozialzweig der FOS Friedberg besuchen, kommt er zu spät. Ansonsten hätte sich ein Teil der Jugendlichen nach eigenem Bekunden für diese Ausbildungsrichtung entschieden. (FA)

Auf der Homepage der Beruflichen Oberschulen Bayern kann unter www.bfbn.de/berufliche oberschule/fachoberschule/ausbildungsrichtungen/gesundheit/ ein kurzes Video abgerufen werden, das die Ausbildungsrichtung Gesundheit vorstellt.

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