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Jugend

12.09.2018

Schule und Sport – das funktioniert

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Anmut und Eleganz gehören neben extremer Beweglichkeit zum Repertoire der Sportakrobatin Lucia Gaag (Mitte), hier gemeinsam mit Emelie Brauchle (links) und Laura Kirschner.
Bild: Peter Kleist

Zwei äußerst erfolgreiche Mädchen erzählen, was sie immer wieder auf’s Neue motiviert, welche Erfahrungen sie machen und wie man alles unter einen Hut bringt.

Konzentration, Körperspannung, Kraft. Drei wichtige Begriffe im Leistungssport. Und sehr, sehr viel Training. Alltag für die zwölfjährige Phoenix Baumgardt, Trampolinturnerin beim TSV Friedberg, und ihre 14-jährige Vereinskollegin Lucia Gaag, die sich in der Sportakrobatik schon einen Namen gemacht hat.

Doch was motiviert jemanden, mehrmals pro Woche mehrere Stunden am Tag zu trainieren? „Ein Leben ohne meinen Sport kann ich mir gar nicht vorstellen“, findet Lucia. „Mein Team und meine Trainerin sind für mich fast schon wie eine Familie. Ich verbringe nicht nur beim Training viel Zeit mit ihnen“, sagt sie. Zusammen wird auf nationale und internationale Wettkämpfe gefahren, werden Rückschläge und Erfolgserlebnisse geteilt. „Gemeinsam machen wir neue Erfahrungen. Es macht Spaß, immer wieder neue Grenzen zu überschreiten und jedes Mal aufs Neue den Adrenalinkick zu erleben. Deswegen finde ich, es lohnt sich absolut, viermal die Woche für drei oder vier Stunden ins Training zu gehen“, so der Teenager. Phoenix Baumgardt ist der gleichen Meinung: „Als Team sammeln wir immer wieder neue Erfahrungen – im Training und bei Wettkämpfen.“ Das Trampolinspringen gebe ihr das Gefühl, frei zu sein. „Ich liebe diesen Adrenalinkick. Immer wieder an meine Grenzen zu stoßen und sie immer wieder neu zu stecken, ist toll – das ist es definitiv wert, drei Tage pro Woche eineinhalb bis drei Stunden ins Training zu investieren“, erklärte die Trampolinspringerin. Es motiviere sie, aus Fehlern zu lernen und immer wieder neue Erfolgserlebnisse zu haben.

Nun stellt sich natürlich die berechtigte Frage, wie das denn alles neben der Schule funktioniert. Die beiden Gymnasiastinnen fahren jeden Tag nach Augsburg in die Schule, am Nachmittag steht dann hauptsächlich Training auf dem Plan. „Natürlich geht durch das Training Zeit zum Lernen verloren. Das muss ich dann eben nachholen. Aber ich finde eigentlich nicht, dass ich Zeit verliere. Im Gegenteil: Ich investiere sie“, so Lucia Gaag. Die 14-Jährige und ihr Team haben schon erfolgreich an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilgenommen. Das Trio ist dreifacher deutscher Meister und dreifacher deutscher Vizemeister. Als Teil des Bundeskaders haben Lucia und ihre Teamkolleginnen Emelie Brauchle und Laura Kirschner schon an mehreren internationalen Wettkämpfen in Portugal, Italien, der Schweiz, Belgien und Polen teilgenommen. „Bei den Wettkämpfen lernt man so viele neue Leute kennen, das finde ich toll. Man sammelt vor allem viele neue Erfahrungen. Der Sport hat meinen Horizont extrem erweitert“, meinte Phoenix Baumgardt.

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„Mit der Schule komme ich eigentlich klar. Weil ich außer dem Trampolinspringen noch Wasserski fahre und Volleyball spiele, habe ich eben gelernt, mir meine Zeit gut einzuteilen.“ Die bayerische Vizemeisterin im Einzel hat auch schon an einigen internationalen Wettkämpfen teilgenommen und ist deutsche Vizemeisterin im Monoski und Trickski. „Außerdem helfen wir uns im Verein gegenseitig, zum Beispiel, wenn jemand in Mathe oder einem anderen Fach etwas mal nicht verstanden hat. Dankbar bin ich auch für die Unterstützung von meinem Vater“, erklärte die Sportlerin.

Michael Baumgardt, 51, selbst ehemaliger Turm- und Trampolinspringer, unterstützt seine Tochter sowohl als Trainer, als auch als Vater: „Mir macht es Spaß, meine Erfahrungen weiterzugeben und Erfolgserlebnisse miterleben zu dürfen, wenn beispielsweise nach unzähligen Versuchen etwas gelingt, das man nicht für möglich gehalten hätte.“ Das fördere das Durchhaltevermögen, dass man etwas immer und immer versucht, bis es dann schließlich klappt. „Es ist toll, mit anzusehen, wie das Selbstbewusstsein eines Menschen wächst, wie er Erfolge erlebt und aus Fehlern lernt. Und ich finde, dass man daran wächst, alles unter einen Hut zu bekommen und sich seine Zeit richtig einzuteilen. Da unterstütze ich Phoenix vollkommen“, erklärte der stolze Vater.

Von den beiden sportbegeisterten Mädchen jedenfalls wird man in Zukunft sicher noch einiges hören.

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