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Futsal

06.01.2019

Schwäbische: Dasing zeigt Nervenstärke

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Die Dasinger stürzen sich auf ihren Torhüter Benedikt Greppmair, der in der Jubeltraube verschwindet – während Kissings Karsten Binder nach seinem entscheidenden Fehlschuss geknickt von dannen zieht.
Bild: Peter Kleist 

Der Kreisklassist schafft in Friedberg die Qualifikation zur Endrunde und siegt dabei zweimal im Sechsmeterschießen. Die beiden besten Teams stehen im Finale.

Am späten Samstagabend kannte der Jubel der in rot gekleideten Dasinger Fußballer und ihrer Fans keine Grenzen mehr. Der Kreisklassist hatte es wieder geschafft, die „Großen“ hinter sich zu lassen und das Ticket zur schwäbischen Endrunde in Günzburg zu lösen. Dabei bewies das Team von Trainer Jürgen Schmid im entscheidenden Moment auch Nervenstärke. Zweimal, im Halbfinale gegen Adelzhausen und im Endspiel gegen den Kissinger SC setzten sich die Autobahner nämlich erst im Sechsmeterschießen durch.

Im Finale profitierten die Dasinger auch davon, dass die Unparteiischen den misslungenen Versuch von Kaan Ayyildiz wiederholen ließen, das sich KSC-Keeper Debniz Eryildirim zu weit aus einem Tor nach vorne bewegt hatte. Ayyildiz traf im zweiten Anlauf, Kissings Karsten Binder verschoss – und Dasing durfte über den 5:4-Sieg jubeln.

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Vorrunde zur Schwäbischen Meisterschaft
Bild: Peter Kleist


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Vorrunde in Friedberg: Finale war enorm spannend

„Das Finale war an Spannung nicht zu überbieten und im Sechsmeterschießen ist es immer ein bisschen Glücksache“, so Dasings Trainer Jürgen Schmid, der auch feststellte, dass die Spieler den Futsal immer mehr annehmen. „Es waren gute Spiele dabei und wir freuen uns, dass wir als Kreisklassist nun schon zum zweiten Mal zur Endrunde fahren dürfen. Das hat sich diese junge Mannschaft verdient“, so der Coach.

David Bulik, der Trainer des unterlegenen Kissinger SC, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, war verständlicherweise etwas enttäuscht. „Schade, wir wären gerne nach Günzburg gefahren. Beim Sechsmeterschießen entscheidet halt oft auch das Glück und es war schon ein bisschen unglücklich, dass hier ein Versuch wiederholt wurde. Aber dennoch hat es Spaß gemacht und es war ein spannendes Finale“, meinte Bulik.

Nicht nur beim entscheidenden Sechsmeterschießen, auch schon in manchen Partien zuvor waren die vier Unparteiischen Manfred Keil, Abdullah Carman, Leonhard Schramm und Patrick Meixner nicht über alle Kritik erhaben. So mancher hätte sich ein noch rigoroseres Durchgreifen bei Fouls, versuchten Grätschen oder Zeitspiel bei Einwurf, Ecke oder Freistoß gewünscht.

So hätte man bei einem unnötigen und überflüssig harten Einsteigen von Stätzlings Keeper Moritz Richter, der Dasings Simon Gilg in Richtung Hallenwand checkte, durchaus über eine andere Kartenfarbe als „Gelb“ nachdenken können. Insgesamt aber muss man den Schiedsrichtern eine gute Leistung attestieren – es ist nicht einfach immer alles richtig zu sehen.

Knappe Entscheidung in Gruppe 1

In der Gruppe 1 ging es recht eng zu. Der TSV Dasing setzte sich gegen den TSV Friedberg hauchdünn mit 1:0 durch, wobei die Friedberger durch Rachad Bamario, der nur den Pfosten traf, kurz vor Schluss den Ausgleich auf dem Fuß hatten. Bei Friedberg musste übrigens der eingeplante Handball-Torhüter Benjamin von Petersdorff krankheitsbedingt kurzfristig passen. So stand Markus Zimmermann im Tor, der seine Sache gut machte. Hektisch dann das 2:1 der Autobahner gegen den amtierenden schwäbischen Meister FC Stätzling. Nach dem späten Stätzlinger Ausgleich schaffte Marco Ruppenstein den Siegtreffer, der Dasing den Gruppensieg bescherte.

Eng ging es auch zwischen Stätzling und dem TSV Friedberg zu. Peter Müller markierte dabei per Siebenmeter den einzigen TSV-Treffer zum 1:1, Friedberg scheiterte aber dreimal am Pfosten. Stätzling erreichte dank eines mehr geschossenen Tores das Halbfinale.

In der Gruppe 2 hatte der ersatzgeschwächte TSV Haunstetten bei seinen beiden 2:5-Niederlagen gegen Kissing und den BC Adelzhausen nichts zu bestellen. Und die Kissinger, die mit einer starken Mannschaft angetreten waren, sicherten sich mit zwei schnellen Toren das 2:0 gegen Adelzhausen und damit den Gruppensieg.

Die Sechsmeter entscheiden

Schon im ersten Halbfinale mussten nach einem 1:1-Endstand nach regulärer Spielzeit die Sechsmeter entscheiden. Dasings Keeper Benedikt Greppmair, der zum besten Torhüter gekürt wurde, avancierte mit einem gehaltenen Schuss gegen Schuch zum Helden. Im zweiten Halbfinale zeigte Kissing dem FC Stätzling deutlich die Grenzen auf und konterte den FCS beim 5:1 regelrecht aus.

Im Finale dann ging es hin und herm, beide Teams schenkten sich nichts. Dabei ließ sich der Underdog aus Dasing auch von einem zweimaligen Rückstand gegen den Bezirksligisten nicht entmutigen – Simon Gilg und Stefan Baumüller glichen die Treffer von Karsten Binder und Julian Büchler jeweils aus. Das Sechsmeterschießen begann damit, dass beide Keeper jeweils den ersten Sechsmeter hielten – ehe es dann zum dramatischen Finale mit dem wiederholten Versuch von Kaan Ayyildiz und dem Fehlschuss von Karsten Binder kam.

Lesen Sie dazu auch den Artikel zur Schwäbischen Vorrunde in Meitingen

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