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Gemeinderat in Ried

07.05.2015

Schweinemast vorerst abgelehnt

Die Rieder verhindern Schweinemastbetrieb durch eine Veränderungssperre.
Bild: Archivbild Weitershausen

Eine Veränderungssperre verhindert den Tierbetrieb zwischen Ried und Hörmannsberg.

Schon seit Jahren ist der geplante Mastschweinestall zwischen Ried und Hörmannsberg Thema im Bauausschuss der Gemeinde. Nach dessen Meinung darf sich das Landschaftsbild zwischen den Orten in naher Zukunft nicht mehr ändern. Aus diesem Grund beschloss der Bauausschuss eine Veränderungssperre für das betroffene Gebiet, weshalb auch der Bauantrag des geplanten Tierbetriebs abgelehnt wurde. Gültig ist diese Sperre zunächst für zwei Jahre.

Bereits seit 2009 existiert an der Verbindungsstraße der Bebauungsplan „am Bittfeld“. Wegen rechtlicher Probleme musste er allerdings zurückgenommen werden. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde daher der aktuelle Plan „am Bittfeld - neu“ beschlossen. Dieser umschließt das Gebiet zwischen Ried und Hörmannsberg südlich der Staatsstraße. Allerdings wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis dieser rechtskräftig wird. Daher wurde die Veränderungssperre verhängt, um geplante Bauvorhaben wie etwa den Schweinestall sofort zu verhindern.

Die Gemeinde wies darauf hin, dass Ried und Hörmannsberg eigenständige Ortschaften sind. Daher sollten sie auch als solche erkennbar bleiben und nicht baulich zusammenwachsen. „Planerische Ordnung zur Regelung der landwirtschaftlichen Nutzung“, nennt der Bauausschuss dieses Vorgehen. Der Fokus liege hierbei auf dem Schutz des Orts- und Landschaftsbildes, dem Immisionsschutz sowie der Verkehrsplanung. Der neue Bebauungsplan verhindert in Zukunft, dass große bauliche Veränderungen in diesem Bereich vorgenommen werden können. Bis dieser rechtskräftig ist, übernimmt die Veränderungssperre diese Aufgabe.

Auch wenn der Bauausschuss den Stall an dieser Stelle ablehnte, sollen die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Bauherr weiterlaufen. „Wir werden auf den Betroffenen zugehen und mit ihm reden, damit wir vielleicht doch noch zu einer Lösung kommen“, sagte Rieds Bürgermeister Erwin Gerstlacher. Er werde versuchen, zusammen mit dem Bauherren einen neuen Standort für den Tierbetrieb zu finden. Daher ist es denkbar, dass der Schweinestall auch in Zukunft wieder Thema im Bauausschuss sein wird.

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