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Musik

04.01.2019

Schwungvoll ins neue Jahr

Die Men in Blech und Tenor Michael Etzel (vorne rechts) begeisterten das Publikum in der übervollen Wallfahrtskirche Herrgottsruh. Foto: Manuela Rieger

Roland Plomer spannt am Silvesterabend mit Freunden einen abwechslungsreichen Bogen. Das Publikum ist begeistert

Barockmusik wirkt Wunder in dieser dunklen und grauen Zeit. Sie ist hell, majestätisch und dynamisch. Das wissen Musiker wie Roland Plomer zusammen mit der Formation Men in Blech und Tenor Michael Etzel beim Konzert zum Jahreswechsel in Herrgottsruh zu nutzen. Mit dem Aufruf zur inneren Ruhe und vorbehaltlosem Miteinander begrüßte Pater Geißler das anwesende Publikum und wünschte ein gesundes neues Jahr.

Die „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel gehört zu den bekanntesten Werken der Barockzeit. Die Men in Blech intonierten daraus als Intro die Ouvertüre. Später folgte aus dem gleichen Werk La Réjouissance und ein Largo. Die Musik von Christian F. Gellerts „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ komponierte Ludwig van Beethoven. Darüber hinaus erfreute besonders das mit viel Gefühl vorgetragene „Panis Angelicus“ von César Franck. Keine Gelegenheit zu klanglicher Belebung und merklicher Freude am Singen wurde hier ausgelassen. Kräftig und farbenreich und viel Ausdruckskraft in Stimme und Sprache gelang Tenor Etzel der vom Engelsbrot kündende Hymnus.

Mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ kam Schwung in die ehrwürdige Wallfahrtskirche, dem folgte passend dazu das Largo aus Antonio Vivaldis „der Winter“. Gewohnt akzentuiert gespielt von den Blechmännern. Und weil Weihnachten noch in der Luft liegt, darf auch ein gutes Weihnachtsoratorium im konzertanten Gewand nicht fehlen. Nach einem Beitrag aus Felix Mendelssohns „Elias“ folgte eine Introduktion von Camille Saint-Saëns, an der Orgel Roland Plomer. Daraus auch das „Domine Deus“, von Michael Etzel wohlgesungen.

Im Walzertakt mit Dmitri Schostakowitsch ging es hin zu einem Potpourri mit Songs von den Beatles. Stücke der Komponisten Scarlatti und Ortovani folgten, bis eine Fanfare aus der Premiere Suite von Jean Mouret mit Orgel und Bläsern den Jahresausklang einläutete. Mit herzlichem Beifall brachten die Zuhörer am Ende der gut eineinhalbstündigen Darbietungen den Interpreten ihre Anerkennung zum Ausdruck und belohnten die Akteure mit Begeisterungsrufen.

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