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Friedberg

30.11.2019

Segen für die Ölbergkapelle in Herrgottsruh

Wallfahrtsdirektor Sascha-Philipp Geißler segnete die restaurierte Ölbergkapelle auf dem Friedhof in Herrgottsruh.
Foto: Tom Trilges

Das 150 Jahre alte Bauwerk an der Friedhofsmauer in Herrgottsruh ist frisch saniert. Bei der Zeremonie gibt es Lob für Initiator Franz Reißner.

Bereits im Jahr 2015 hatte SPD-Stadtrat Franz Reißner eine Idee und machte einen Vorschlag: Er wollte sich dafür einsetzen, die Ölbergkapelle auf dem Friedhof Herrgottsruh zu restaurieren. „In seiner unnachahmlichen Art und Weise hat er das dann auch auf die Tagesordnung gesetzt“, sagte Bürgermeister Roland Eichmann nun bei der Segnung des sanierten Werks – rund viereinhalb Jahre später.

Sanierung der Ölbergkapelle in Herrgottsruh war aufwendig

Der Weg war nämlich kein einfacher. Zunächst sollte die Maßnahme möglichst in kleinem Rahmen durchgeführt werden, doch schnell stellte sich heraus, dass an der maroden Ölbergkapelle aufwendige Arbeiten notwendig sein würden. Ab 2017 nahm das Projekt dann wieder Fahrt auf, ein Kreis von Fachleuten kümmerte sich letztlich um die Restaurierung. „Die Kapelle stammt wohl aus dem Jahr 1858 und über 150 Jahre gingen halt nicht spurlos an ihr vorbei“, meinte Bürgermeister Eichmann bei der Segnung. „Aber es ist gut geworden und wir schreiben ein Stück Stadtgeschichte.“

Bei der Einordnung, wie alt das Werk wirklich ist, half auch die Museumsleiterin Alice Arnold-Becker. Armin Reichel von den Stadtwerken verantwortete das Vorhaben, das schlussendlich etwa 85.000 Euro kostete. Architekt Johann Hölzl aus Thierhaupten erhielt vom Bürgermeister wie auch die anderen beteiligten Firmen einen besonderen Dank. „Die Arbeit hört aber an diesem speziellen Ort Friedbergs nie auf“, sagte Eichmann und verwies gleich auf anstehende Maßnahmen an der Friedhofsmauer.

Lob für Franz Reißners Engagement in Herrgottsruh

Die Segnung der Ölbergkapelle, bei der zahlreiche Besucher zugegen waren, nahm Wallfahrtsdirektor Sascha-Philipp Geißler vor. „Wir segnen hier kein Bauwerk, sondern vielmehr die Menschen, die mit ihm in Berührung kommen“, sagte er. Nach dem letzten Abendmahl habe Jesus im Garten Getsemane am Ölberg gebetet. „Er hatte Angst vor dem Tod“, führte Geißler fort. Bis heute sei die Angst im Leben der Menschen allgegenwärtig, doch Geißler mahnte: „Angst macht eng.“ Er wünsche sich, dass alle Gläubigen an diesem Ort erfahren werden, nicht allein zu sein.

Teil der kurzen Zeremonie waren auch Gebete und das Lied „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Manfred Losinger, stellvertretender Landrat und CSU-Stadtrat, klopfte Franz Reißner am Rande des Zusammentreffens auf die Schulter und dankte ihm für sein Engagement: „Das hast’ gut gemacht, Franz!“

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