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Ehrung in Meringerzell

09.07.2018

Seit 25 Jahren als Mesner im Einsatz

Für seine 25-jährige Mesnertätigkeit in St. Johannes Baptist in Meringerzell überreichte Pater Wilfried Kuntz (rechts) im Beisein von Kirchenpfleger Michael Summer (links) an Leonhard Vötter eine Urkunde und die silberne Ehrennadel des Mesnerverbands.
Bild: Martha Winterholler

Leonhard Vötter ist die gute Seele der kleinen Meringerzeller Kirche St. Johannes Baptist. Damit führt er die Familientradition mittlerweile schon in vierter Generation weiter.

Mesner mit Leib und Seele ist Leonhard Vötter in der Kirche St. Johannes Baptist in Meringerzell. Der Dienst in der gut 1000 Jahre alten Filialkirche der Meringer katholischen Pfarrgemeinde ist für ihn kein Nebenjob, sondern eine Berufung und die Fortführung einer Familientradition in der vierten Generation.

Vor 25 Jahren übernahm er das vielseitige Amt und erhielt nun für den langjährigen engagierten Einsatz eine Ehrung vom Mesnerverband der Diözese. Das Glückwunschschreiben samt Urkunde überreichte Pater Wilfried Kuntz zusammen mit einer silbernen Ehrennadel im Rahmen eines Gottesdienstes in St. Johannes Baptist. Die Ehrung erhielt Leonhard Vötter kurz nach seinem 70. Geburtstag und konnte so beide Anlässe zusammen mit der Dorfgemeinschaft und den Gläubigen von Meringerzell, Reifersbrunn und Baierberg feiern.

„Die Kirche ist die zweite Heimat unseres Mesners und er ist unermüdlich dafür im Einsatz“, betont Kirchenpfleger Michael Summer voller Anerkennung. St. Johannes in Meringerzell ist einer der ältesten Sakralbauten des Augsburger Umlandes. Nach der 2011 begonnenen Generalsanierung strahlt das Kirchlein wieder in neuem Glanz.

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„Im Sommer finden hier immer wieder Taufen und Hochzeiten statt“, erzählt Michael Summer. „Unser Kirchlein ist ein Kleinod.“ Ein weiterer Grund für die Beliebtheit ist die Sorgfalt, mit der Mesner Leonhard Vötter die Feierlichkeiten vorbereitet. „Die Eltern der Täuflinge erhalten zum Beispiel ein kleines Säckchen mit weiß-blauen Glaskugeln“. Der Blumenschmuck für die Kirche stammt größtenteils aus dem benachbarten Anwesen der Vötters, wo alles selbst angebaut wird. Leonhard Vötter hat nicht nur einen grünen Daumen, sondern ist ein Allrounder im Handwerk. Egal ob es ums Verputzen, Weißeln oder größere Umbauten wie beim Einbau der neuen Möbel für die Sakristei geht, der Mesner kann fast alles selber machen. „Bis wir von der Kirchenverwaltung merken, dass irgendwas in der Kirche repariert werden muss, hat er es schon längst gerichtet“, sagt Michael Summer.

Seine große Erfahrung bringt Leonhard Vötter derzeit auch mit enormem Arbeitseinsatz beim Bau des neuen Trachtenheims mit ein. Auch für Kirchenführungen und die Archivarbeit ist er der richtige Mann. Wenn man rund um St. Johannes Baptist was wissen will, heißt es in Meringerzell nur immer „Frogsch en Lennard“.

Nachdem Sohn Andreas aus beruflichen Gründen die Mesnernachfolge nicht antreten kann, hoffen die Meringerzeller darauf, dass Enkel Manuel die Tradition weiterführt. Der Fünfjährige ist bei den Arbeiten in der Kirche immer an der Seite des Opas.

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