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Jubiläum

09.07.2019

Senioren-Union feiert zehnjähriges Bestehen

Freude über den Erfolg der Senioren-Union Friedberg (von links): Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz, Vorsitzende Annemarie Schulte-Hechfort, Staatssekretärin Carolina Trautner und Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko.
Bild: Senioren-Union

Staatssekretärin zu Gast: Wie die Arbeit der Basis die Bundespolitik beeinflusst

Zum zehnten Gründungsjubiläum der Senioren-Union Friedberg konnte die Vorsitzende Annemarie Schulte-Hechfort zahlreiche Gäste begrüßen. Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die intensive Arbeit der Senioren-Union an der Basis, etwa in puncto Mütterrente, Auswirkungen bis in die Bundespolitik gezeigt habe und dort umgesetzt worden sei. Dasselbe werde mit dem Thema Pflege erfolgen, da der Bund im Hinblick auf die Finanzierung der Kurzzeitpflege und der Erhöhung des Pflegepersonals ebenfalls gefordert sei.

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Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko begrüßte, dass eine starke Senioren-Union im Landkreis gut aufgestellt sei. Es gehe darum, festzustellen, was vor Ort besser gemacht und welches soziale Engagement in die Gesellschaft eingebracht werden könne. Soziale Gerechtigkeit sei genau so wichtig wie Umwelt- und Artenschutz.

In der Festrede der Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner ging es dann um aktuelle Schwerpunkte der bayerischen Seniorenpolitik. Mit zunehmendem Alter habe sich der Lebensabschnitt nach Ausscheiden aus dem Berufsleben stark geändert. Senioren heute seien fit, erfahrene Fachkräfte, ehrenamtlich engagiert und wollten die neue Freiheit genießen.

Senioren-Union feiert zehnjähriges Bestehen

Da jedem „Neuanfang ein Zauber innewohne“ - wie Herman Hesse sagte - sollte Seniorenpolitik auf Säulen beruhen, die es allen ermöglichen, im Alter in Würde zu leben:

Kommunale Seniorenpolitik erfordere, dass Jung und Alt den Weg gemeinsam gehen. Deshalb habe man in Bayern in den Kommunen seniorenpolitische Gesamtkonzepte entwickelt, die laufend fortgeschrieben werden. Nur diese könnten sich ändernden Strukturen anpassen etwa beim Wohnen, der Mobilität, der Gesundheit, Pflege, dem Dialog der Generationen und der Digitalisierung.

Nur vor Ort könne dafür gesorgt werden, dass die Lebensqualität bei Hilfs- und Pflegebedürftigkeit erhalten werde. Da das häufig in den Familien geschehe, gebe es in Bayern seit einem Jahr das Landespflegegeld. Auf Antrag der CSU habe der Bund aber auch dazu beigetragen, durch Bereitstellung von Finanzmittel für mehr Pflegepersonal.

Soziale Berufe müssten als „Jobmotor“ angesehen werden. Im Sozialwesen arbeiteten inzwischen so viele Beschäftigte wie im Baugewerbe. Allerdings erhielten sie oft nicht die Wertschätzung wie andere Berufe, obwohl ihr Dienst unbezahlbar sei. Letztendlich sollte auch eine Grundrente ein angemessenes Entgelt für die erbrachte Lebensleistung sein. Das setze jedoch eine Bedürftigkeitsprüfung voraus.

Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Paul Dosch, bedankte sich zum Schluss bei den Festgästen und allen, die sich in der Senioren-Union engagieren. (FA)

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