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Mering

03.02.2020

Seniorenfreundliches Mering: Ideen gesucht

In Mering soll das Angebot für Senioren besser werden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Plus Was kann getan werden, um älteren Menschen in Mering mehr Lebensqualität zu bieten? Bürger sollen ihre Vorschläge einbringen.

Um das Bürgernetz, das nunmehr schon seit zehn Jahren in Mering aktiv ist, wird die Marktgemeinde oftmals beneidet. Die mittlerweile rund hundert aktiven Ehrenamtlichen stemmen so einiges, um Senioren in Mering zu unterstützen. Doch die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft wachsen.

Was kann noch getan werden, um älteren Menschen in Mering so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben und ein hohes Maß an Lebensqualität zu ermöglichen? Diese Frage rief Bürgermeister Hans-Dieter Kandler zusammen mit den drei Fraktionsvorsitzenden auf den Plan. Den Anstoß dazu gaben die beiden Vorsitzenden des Meringer Bürgernetzes Franz Sedlmeir und Josef Gerner. Für die Thematik eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sensibilisiert wurden sie bei einer Impulsveranstaltung im Mai vergangenen Jahres im Friedberger Schloss, zu der der Landkreis Aichach-Friedberg gemeinsam mit Augsburg Land eingeladen hatte. Viel wurde um die Mitverantwortung in der Kommune debattiert, und es folgte eine weitere Expertenrunde im Landratsamt im Juni.

Meringer Bürgernetz kann nicht alle Aufgaben stemmen

Laut der Sozialplanung des Landkreises Aichach-Friedberg ist ein kontinuierliches Anwachsen der Zahl der über 65-Jährigen zu erwarten. Bis zum Jahr 2038 steigt sie bei den 65- bis unter 80-Jährigen um rund 49 Prozent, die Zahl der über 80-Jährigen um mehr als 63 Prozent gegenüber heute an. Diese Bevölkerungsprognose veranlasste die beiden Meringer Bürgernetz-Vorsitzenden zum Handeln. „Wir gingen in den Meringer und auch in den Merchinger Gemeinderat, wo das Bürgernetzebenfalls aktiv ist, und stellten die etwas provokative Frage „Wollen die Gemeinden für ihre alternden Mitbürger etwas tun?“, berichtet Josef Gerner. „Wir engagieren uns als Bürgernetz nun seit einem Jahrzehnt und wissen in vielen Bereichen, wo der Schuh drückt“, sagt er. Und sein Vorstandskollege Franz Sedlmeir ergänzt: „Man könnte den Eindruck gewinnen, bei uns ist die Welt in Ordnung, das Bürgernetz macht ja viel. Aber wir können nicht alle anstehenden Aufgaben stemmen und müssen andere mit ins Boot holen.“

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Runder Tisch für seniorenfreundliches Mering

Auf ihre Initiative hin kam im November ein erster Runder Tisch zusammen, um gemeinsam die Seniorenpolitik am Ort zu erörtern. Geladen waren neben den zu diesem Zeitpunkt aufgestellten Bürgermeisterkandidaten auch der Meringer Behindertenbeauftragte Stefan Heigl sowie die Seniorenbeauftragte Marlene Koeniger. Diese will aus Altersgründen in der neuen Legislaturperiode nicht mehr antreten, wie sie sagt. Ihr Nachfolger könnte eine wichtige Aufgabe bei der Aufrechterhaltung und Moderation eines Runden Tisches zum Thema „seniorenfreundliches Mering“ spielen.

Aber noch vor den Wahlen Mitte März sollen interessierte Meringer zusammenkommen, um sich verstärkt Gedanken um die Unterstützung der Meringer Senioren zu machen. „Wer ist bereit, sich hierfür einzusetzen?“, so fragte man sich bei der jüngsten Zusammenkunft in Kandlers Büro. „Von einer Vielzahl an möglichen Handlungsfeldern kristallisierten sich im Laufe der Gespräche drei heraus, wovon wir glauben, wir brauchen sie verstärkt“ so erklärte der Bürgermeister. Dazu zählen die Mobilität, das Wohnen zu Hause sowie alternative Wohnformen.

Mehrgenerationenwohnen soll in Mering stark werden

„In vielen Punkten sind wir bereits gut unterwegs, und gerade im Bereich der alternativen Wohnformen liegen uns schon Interessensbekundungen von Bürgern vor“, erklärte Josef Gerner. Gerade was das Mehrgenerationenwohnen betreffe, habe man bereits vor einigen Jahren einen ersten Vorstoß übernommen, erzählte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Petra von Thienen. Einig war sie sich mit Markus David von der SPD-Fraktion und Georg Resch von der CSU, dass man nun über die Organisationen wie AWO, die Meringer Sozialstation, die Kirche und auch über die Gemeinderatskandidaten hinaus Mitstreiter ins Boot holen wolle, die etwas bewegen möchten. „Wir glauben die Richtung zu kennen und brauchen Unterstützung durch Menschen, die etwas anschieben wollen“, verdeutlicht Kandler.

Wer sich mit Ideen und Konzepten für ein seniorenfreundliches Mering einbringen will, kann sich bei Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, Telefon 08233/380130, melden.

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