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Olympia

24.03.2020

Sideris Tasiadis: „Die Entscheidung war überfällig!“

Begrüßte die Entscheidung des IOC, die Olympischen Spiele in Tokio auf das kommende Jahr zu verlegen: Der Friedberger Kanute Sideris Tasiadis.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Der Friedberger Kanute Sideris Tasiadis begrüßt die Verlegung der Spiele von Tokio ins Jahr 2021. Das Olympiateam steht bereits wieder im Training.

Lange, für manchen zu lange, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit sich gerungen, ehe es am Dienstag die allgemein erwartete Entscheidung fällte: die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werden wegen der Corona-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben. Damit haben nun auch die Athleten Klarheit und Planungssicherheit – so auch der in Friedberg lebende Kanute Sideris Tasiadis.

Die Trainingsplanung wird einfacher

Der 29-Jährige begrüßte die Entscheidung des IOC. „Diese Entscheidung war überfällig, zumal gerade wir Athleten mit der Ungewissheit leben mussten, ob sich denn das ganze Training, der ganze Aufwand, den wir betreiben, überhaupt noch lohnt“, meinte Tasiadis. Die Entscheidung, die Spiele zu verlegen, mache es nun in Sachen Trainingsplanung viel einfacher. „Jetzt können wir sagen, wie bereiten uns konkret auf nächstes Jahr vor“, so Tasiadis, der im Einer-Canadier zu den weltbesten Fahrern zählt. 2008 wurde er Juniorenweltmeister, 2010 und 2015 jeweils Weltmeisterschafts-Zweiter im Canadierteam, holte bei den Olympischen Spielen 2012 in London die Silbermedaille im Canadier-Einer, wurde 2013 Gesamt-Weltcupsieger, belegte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Platz fünf und wurde bei der Weltmeisterschaft 2018 Dritter.

Es wird wieder trainiert

Nun heißt das nächste Ziel des Friedbergers, der bei der Polizei arbeitet, „Olympia 2021“. Bereits seit Anfang der Woche dürfen die Olympia-Teilnehmer sowie die Fahrer aus dem Perspektivkader mit einer Ausnahmegenehmigung des Ordnungs- und Gesundheitsamtes im Bundesleistungszentrum am Augsburger Eiskanal wieder trainieren. Allerdings mit strengen Auflagen, wie der Friedberger erzählt. „Natürlich müssen wir die Hygienevorschriften strengstens befolgen, jeder Athlet hat ein eigenes Zimmer und Kontakte untereinander müssen vermieden werden“, erklärt der 29-Jährige.

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Wie die Qualifikation aussieht, ist ungewiss

Wie denn nun die Qualifikation für die verschobenen Spiele aussieht, das stehe noch nicht fest, teilte der erfolgreiche Sportler mit. „Ich weiß nicht, wie der Verband entscheidet, vielleicht wäre es gerecht und fair, alles wieder auf Null zu setzen“, meinte Tasiadis. Das könne auch zur Folge haben, dass man den Olympiastartplatz, den man über die Weltrangliste erhalten habe, wieder verliere. „Aber wir könnten uns dann bei der Europameisterschaft oder im Frühjahr 2021 bei Quali-Lehrgängen wieder für den Nationalkader qualifizieren“, führte Tasiadis aus.

Fernziel ist auch die Heim-WM 2022 in Augsburg

Der Friedberger Canadier-Fahrer will in jedem Fall alles daran setzen, im kommenden Jahr in Tokio an den Start gehen zu dürfen. „Das bleibt ein ganz großes Ziel von mir“, so Sideris Tasiadis, der aber bereits schon jetzt noch ein kleines Stückchen weiter vorausblickt: Das Fernziel des Friedbergers ist die Heim-Weltmeisterschaft 2022 am Augsburger Eiskanal.

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