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Friedberg

12.07.2020

Sie ist die neue Schulleiterin der Konradin-Realschule in Friedberg

Daniela Walther ist die neue Schulleiterin an der Konradin-Realschule Friedberg. Sie fühlt sich sehr wohl und möchte für die Menschen da sein und gemeinsam neue Impulse setzen.
Bild: Sabine Roth

Plus Daniela Walther leitet die Konradin-Realschule. Ihr Start war wegen Corona ungewöhnlich. Was ihr am Herzen liegt und warum sie so gerne nach Friedberg wollte.

Ihr erstes Praktikum während ihres Lehramtsstudiums durfte Daniela Walther bei ihrem damaligen Betreuungslehrer Karl-Heinz Waldmüller an der Konradin-Realschule absolvieren. Die 47-Jährige erinnert sich gerne an diese tolle Zeit: „Es war eine warme Schule mit viel Gefühl. Damals, Mitte der 90er Jahre, musste man sogar noch Hausschuhe tragen.“ Ihre erste Schule hatte sie immer in sehr positiver Erinnerung, erzählt sie im Gespräch. Dann ging der langjährige Chef Anton Oberfrank in Pension und seine Stelle wurde ausgeschrieben. Sie zögerte nicht lange mit der Bewerbung.

Die Aufgabe reizte Daniela Walther sehr. Sie sei zwar nicht so ein kreatives Talent wie ihr Vorgänger Oberfrank, sagt sie ganz bescheiden, werde aber ihr Bestes tun und immer für die Schüler und ihre Schulfamilie da sein. Heute ist sie die Chefin ihres einstigen Betreuungslehrers Waldmüller und glücklich, dass sie zu ihren Wurzeln zurückkehren durfte. „Jetzt bin ich als Schwäbin wieder zurück in Schwaben und in meiner Heimat angekommen!“ In den letzten 15 Jahren war sie nämlich in Fürstenfeldbruck, als Lehrerin für katholische Religion, Mathematik und Informationstechnologie.

Konradin-Realschule: Daniela Walther studierte zunächst Wirtschaftsmathematik

Aufgewachsen ist sie in Deubach im Landkreis Augsburg. Dort wohnt sie nach wie vor mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Nach ihrem Abitur am Augsburger Maria-Theresia-Gymnasium begann sie an der Universität Augsburg ein Studium der Wirtschaftsmathematik. Weil ihr aber Menschen mehr am Herzen liegen als nackte Zahlen, wechselte sie zum Lehramtsstudium. Ihr Referendariat absolvierte sie an der Realschule in Markt Schwaben und in Augsburg an der Bertolt-Brecht-Realschule. Danach führte es sie eine Zeit lang an die Realschule in Rain am Lech, bis die sympathische dunkelhaarige Powerfrau vor 15 Jahren nach ihrer Elternzeit nach Fürstenfeldbruck wechselte.

Sie ist die neue Schulleiterin der Konradin-Realschule in Friedberg

Dort hat ihr besonders die Arbeit mit den Menschen gefallen. „Ich habe zuerst in der Schulleitung mitgearbeitet und die Stundenpläne erstellt, dann war ich für den Ministerialbeauftragten in Oberbayern-West unterstützend tätig“, erzählt Walther leidenschaftlich. Sie hat dort unter anderem Evaluationen durchgeführt und Fortbildungen organisiert. Zuletzt war sie Praktikumsamtsleiterin beim Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberbayern-West und über diese Funktion hinaus an diversen Projekten, wie „Sprint“ (einem Sprach- und Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge) und der Fortbildungsoffensive „Bayern Digital II“ beteiligt.

Durch diese Tätigkeit bringt sie den systemischen Blick auf die Konradin-Realschule mit und zeichnet sich durch ihre hohe Kompetenz aus, wie es der Ministerialbeauftragte für Schwaben, Bernhard Buchhorn, ausdrückte, als er sie mit Landrat Klaus Metzger nach ihrem Amtsantritt besuchte.

Der neuen Schulleiterin in Friedberg blieb keine Zeit für die Einarbeitung

Der zielorientierten Schulleiterin blieb kaum Zeit für eine Einarbeitung. Sie startete im Februar. Dann kam Corona auf sie zu und es war nichts mehr wie vorher. Doch sie nimmt es gelassen: „Es gibt zu allem eine positive Seite, auch zu Corona.“ Ihr Plan war, erst einmal an der Schule anzukommen, um dann gemeinsam mit der Schulgemeinschaft neue Impulse zu setzen. Durch Corona ging alles viel schneller. „Die Organisation rund um die Pandemie hat uns als Gemeinschaft stark gemacht. Man spürte förmlich den Zusammenhalt, den es von der ersten Minute an gab. Man war quasi gezwungen zu reagieren und gemeinsam Lösungen zu finden“, sagt sie. Denn das Gemeinsame sei es, was ihr wichtig ist.

Ihre Aufgabe ist es jetzt, vorgegebene Themen, bewährte Strukturen und neue Ideen zu bündeln und einen Rahmen vorzugeben, der Raum für Individualität und Kreativität lässt. „Jeder soll auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel so gehen, wie er kann, das ist wie bei einer Wanderung“, sagt Walther, die selbst gerne in der freien Natur unterwegs ist und in die Berge geht – am liebsten mit ihrer Familie.

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