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Autorin aus  Kissing

06.01.2018

Sie schreibt über Wein, Musik und einen Drachen

Gerlinde Lippmann aus Kissing nutzte die Zeit nach ihrer Knieoperation, um ihren zweiten Krimi zu schreiben. Am 18. Januar wird sie ihn bei einer Candlelight-Kriminacht in Augsburg vorlesen.
Bild: Heike Scherer

Die Kissingerin Gerlinde Lippmann verfasst gerne Geschichten – und das auch im Auftrag beispielsweise für den Bürgermeister oder die Bücherei. Diesen Monat präsentiert sie ihren neue Kurzkrimi in Hochzoll.

Ein Gutsherr des Klosters Johannisberg verstirbt ganz plötzlich. Alles deutet auf einen Herzinfarkt hin. Aber zuletzt kommt man dem fast perfekten Mord im Rheingau doch noch auf die Schliche. Diesen 20-Minuten-Krimi, der in der Weinregion Rheingau spielt, verfasste Gerlinde Lippmann in den vergangenen Wochen. Sie wird ihn am 18. Januar um 19 Uhr bei der nächsten Candlelight-Krimi-Night im Bürgertreff Hochzoll vorlesen. Schon im Juli nahm sie mit ihrem Regionalkrimi vom Weitmannsee bei der ersten Veranstaltung dieser Art teil und das Publikum war so begeistert, dass sie der erneuten Einladung gerne folgte.

Die 73-jährige Kissingerin absolvierte im Rheingau vor vielen Jahren in der öffentlichen Bücherei ihr erstes Praktikum, bevor sie Bibliothekarwesen in Stuttgart studierte. „Mein Krimi beruht auf Tatsachen, den Mord habe ich mir aber einfallen lassen“, schmunzelt sie. Edgar Wallace und Agatha Christie seien ihre großen Vorbilder. Sie liest sehr gerne Bücher über Musik und Krimis. In der Schulzeit war Deutsch ihr Lieblingsfach und ihre Aufsätze waren immer ausgezeichnet, weshalb sie sich beinahe sogar für Germanistik entschieden hätte.

„Oft schreibe ich auch Geschichten für eine öffentliche Veranstaltung wie die Paarkunst oder für eine Lesung in der Bücherei“, sagt die in Reutlingen geborene Hobby-Schriftstellerin. Vor 42 Jahren wählte sie mit ihrem Mann Klaus Kissing als ihre neue Heimat. In den letzten zwei Jahren schrieb sie die Aufsätze „Die Geschichte des Kaffees“, „Die Geschichte des Weins“, welche sie schon im Seniorenkreis oder dem Frauentreff der Emmausgemeinde Kissing vortrug. Durch ihre Schwester, die in Wiesbaden lebt, erfuhr sie viel über Wein, recherchierte aber auch in Büchern oder im Internet.

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Musik ist ein weiteres Hobby der Kissingerin

Das Thema „Musik“ interessiert Gerlinde Lippmann ebenfalls. Sie lernte als Jugendliche die Geige und nahm das Hobby nach 36 Jahren Pause in Kissing wieder auf. Nachdem sie bei einem Russen ihre Kenntnisse verbessert und sich ein exzellentes Instrument zugelegt hatte, spielte sie elf Jahre im Orchester der Musikfreunde die zweite Geige. Bei Konzerten übernahm sie öfter die Moderation des Abends. Sieben Jahre lang bildete sie sich einmal jährlich bei der Volkshochschule Inzighofen unter dem Motto „Musik hören und verstehen“ weiter und verfasste selbst Vorträge wie „Die Wiener Klassik aus der Sicht ihrer Zeit“ oder „Die musikalische Hintertreppe“, aber auch einen Briefwechsel mit ihrer Geige. Einige dieser Werke las sie bereits in der Bücherei Kissing vor.

Im Jahr 2018 plant Gerlinde Lippmann die Veröffentlichung ihres ersten Kinderbuches. Zehn Geschichten über den kleinen Tondrachen Funzel, den sie sich vor etlichen Jahren in einem Kissinger Kindergarten kaufte, liegen bereits handschriftlich vor. Sie schildert darin, was der zugereiste Drache in Kissing so alles erlebt. Sie suche jetzt noch eine Illustratorin, die für ihr Buch die Bilder malen würde, sagt sie. „Das Schreiben macht mir wahnsinnig viel Spaß und hält mich im Kopf fit“, lacht sie. Ihr Mann Klaus tippt ihre von Hand verfassten Geschichten am Computer ab, damit sie sie beim Vortrag besser lesen kann.

Ein weiteres Hobby von Gerlinde Lippmann ist das Sammeln und Ausstellen von Krippen. Über 40 Krippen aus aller Welt besitzt sie, wovon sie in der Vorweihnachtszeit jedes Jahr einige in Kissing oder bei der alle zwei Jahre von den Meringer Krippenfreunden organisierten Ausstellung präsentiert. Krippen aus Italien, Südamerika oder China brachte sie als Souvenir von ihren Urlauben mit nach Hause.

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