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Merching

14.01.2020

Sie setzt auf ein gutes Miteinander für Merching

Chantal Wieja tritt als dritte Kandidatin für das Amt zum Merchinger Rathauschef an.
Bild: Archiv Chantal Wieja

Plus  Die Sozialpädagogin Chantal Wieja tritt als Bürgermeisterkandidatin für die Parteifreien Bürger an. Die Parteifreien sorgen für eine Überraschung.

Eine Überraschung war sie in Merching auf alle Fälle, die Nominierung einer dritten Kandidaten um das Amt des Bürgermeisterpostens. Die 29-jährige Sozialpädagogin Chantal Wieja tritt für die Parteifreien Bürger an. Drei Bürgermeisterkandidaten für Merching hat es schon lange nicht mehr gegeben.

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Wieja hat sich erst vor einigen Monaten mit der Möglichkeit einer Kandidatur befasst, als die Parteifreien Wähler an sie herantraten. Je mehr sie sich damit beschäftigte, sei sie aber überzeugt gewesen, dass sie viele Ziele, die sie auch beruflich umsetze, für ihren Heimatort verwirklichen könne. Denn sie hat sich beruflich wie privat zur Aufgabe gemacht, sozialpolitische, umweltbezogene und persönliche Interessen nicht isoliert zu betrachten, sondern deren Zusammenhänge zu sehen. Aufgrund ihres Studiums und ihrer Arbeit als Sozialpädagogin bringe sie Kenntnisse aus den Bereichen Organisation, Verwaltung und Administration mit.

Keine Osttangente für Merching

In Auslandsaufenthalten, insbesondere in Südamerika, konnte sie die Umsetzung von Konzepten vertiefen. So etwa, was ihr Verhältnis zu Flächen und Natur ausmacht, das sie für Merching sensibel und überlegt umsetzen will.

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Wenn sie Besuch aus Südamerika bekommt, erzählt sie, würde gerade die wunderbare Natur der Lechauen direkt vor der Haustür bewundert. Und dafür möchte sie sich einsetzen, dass dies ganz ohne Osttangente, insbesondere die Ullrich-Variante, bleibt.

Auch im Ort soll mit den Flächen überlegt umgegangen werden und wie man Bauprojekte mit zeitgemäßen Energieformen lösen kann. Für Merching hat sie konkrete Vorstellungen zu altersgerechten Wohnmodellen, etwa mit einem Mehrgenerationenhaus. Denn die Struktur der Gesellschaft sei längst nicht mehr so, dass man immer nur von einer klassischen Familie ausgehen kann. Ihrer Erfahrung nach, leben gerade jüngere Erwachsene und ältere Merchinger alleine. Für sie soll es bezahlbaren Wohnraum geben, der ihren Bedürfnissen gerecht wird. Die Verknüpfung von „Jung“ und „Alt“ findet sie nicht nur interessant, sondern auch „essenziell“. Für einen offener Jugendtreff will sie sich einsetzen. Gerade in die Jugendarbeit könne sie Ideen einbringen, schließlich liegt dieses Alter noch nicht zu lange hinter ihr, sagt die 29-Jährige, die drei Geschwister hat.

Sie selbst habe in Merching zwar immer die großartige Vereinsarbeit gesehen, aber auch, dass nicht jeder sich dort engagieren will. Für diese Menschen will sie andere Optionen anbieten, um sich kennenzulernen und die Freizeit, das Leben miteinander zu gestalten.

Ihr Ziel als Bürgermeisterkandidatin sei vor allem ein gutes Miteinander und ein Merching, in dem alle gerne leben, unterstreicht sie. Nicht nur durch ihren Vater Eckart Wieja, der bis vergangenen Monat Leiter der Augsburger Agentur für Arbeit war und ebenfalls für die Parteifreien Bürger kandidiert, war in der Familie Politik und Soziales immer etwas, dasrege diskutiert und hinterfragt wurde.

Lange Zeit habe sie, neben ihren Aufenthalten in der Dritten Welt, vorwiegend in Südamerika, auch in der Flüchtlingshilfe gearbeitet und gesehen, woran es im Miteinander hapert. Dabei sieht sie sich selbst als weltoffenen Menschen, der Herausforderungen positiv sieht.

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