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29.06.2017

Sie trifft, wie sie will

Handballerin Ramona Bscheider vom TSV Aichach hilft mit 17 Jahren schon bei den Damen aus. Das macht das Nachwuchstalent so stark.
Bild: Melanie Nießl

Bereits als 17-Jährige wirft Ramona Bscheider Tore nicht nur für Jugend-Teams, sondern auch für die Aichacher Handballfrauen. Warum das Talent genau ins Raster des Vereins passt.

Spielerinnen und Spieler aus den eigenen Nachwuchsmannschaften Stück für Stück heranführen an die Aufgaben in den Teams für die Erwachsenen – so könnte man die Zielsetzung beschreiben, an der sich die Handballabteilung des TSV Aichach orientiert. In dieses Raster passt geradezu ideal Ramona Bscheider, die alle Jugend-Teams durchlaufen und bereits bei den Frauen reingeschnuppert hat. Es wäre gewiss keine Überraschung, wenn die 17-jährige Dame mittelfristig noch öfter und eindrucksvoller auf sich aufmerksam machen würde.

Dass die weibliche A-Jugend in der neuen Runde ab Herbst in der Landesliga antreten darf, ist nicht zuletzt auch das Verdienst von Ramona Bscheider. In der zweiten Qualifikationsrunde gingen allein 20 Treffer auf ihr Konto, nicht weniger als 13 waren es in der Partie gegen den PSV München. Nicht genug damit: Weil auf die Schnelle eine Ersatzkeeperin gesucht wurde, stellte sie sich auch noch kurz ins Tor und bewies auch auf diese Weise ihre Qualitäten. Ein echtes Talent also.

„Absolut!“, versichert auch Martin Fischer, der nun wieder die Aichacher Handballfrauen unter seine Fittiche nimmt: „Sie bringt sehr gute physische Voraussetzungen mit.“ Besonders gefällt ihm ihr schneller Antritt bei Gegenstößen. „Wichtig ist es“, so Fischer, „dass man solche Leute fördert und fordert.“ Behutsam will er sie ranführen an die Landesliga der Frauen, wobei man noch sehen müsse, wie sich dieses Team, das ebenfalls aufgestiegen ist, im Laufe der kommenden Monate entwickelt und wie sich die A-Jugend schlägt.

Die gebürtige Aichacherin schaute in der ersten Klasse mal mit einer Freundin beim Handball vorbei. Aus dem Probedurchgang wurde eine Art Dauerlauf. Die Gymnasiastin, die im nächsten Jahr das Abitur anpeilt, hat eine Schwäche für Mathe, wie sie selber sagt. Die Frage nach beruflichen Perspektiven kommt noch etwas verfrüht. „Eher etwas mit Naturwissenschaften“, lautet ihre etwas vage Antwort. Andere Sportarten oder Hobbys? Darauf gibt’s ein Kopfschütteln. Schule und Handball lassen sich eben nicht mit links erledigen.

Die sportliche Heimat liegt in der Mitte des Rückraums für das 1,68 Meter große Mädchen: „Ab 16 darf man bei den Frauen mitspielen. Letzte Saison war ich fünf- oder sechsmal dabei.“ In diesem Kreis kommt sie auf der Linksaußenposition zum Einsatz. Der bisweilen doch beträchtliche Altersunterschied zu den Erwachsenen stellt kein Problem dar: „Man gewöhnt sich mit Training und mit Spielen daran.“ Wird man sie mal wieder zwischen den Pfosten erleben? Klare Aussage: „Nö.“

Über ihr sportliches Leben macht sie sich keine Gedanken

Mit 17 hat man noch Träume. So heißt es jedenfalls. Ramona Bscheider macht sich noch keine große Gedanken darüber, wie ihr sportliches Leben mal verlaufen könnte. Bescheiden umreißt sie ihr Vorhaben: „Ich spiel weiter in der Jugend und bei Bedarf bei den Frauen.“ Derzeit herrscht in beiden Bereichen relative Ruhe. Das wird sich ändern, wenn im nächsten Monat die Vorbereitung für die Saison 2017/18 startet, in der Ramona Bscheider sicher zumindest hin und wieder auf zwei Hochzeiten tanzen wird.

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