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Projektorchester

06.06.2019

Sie wollen die klassischen Konzertsäle erobern

Philipp Kufner (links) und Mathias Stößlein kennt man sonst von der Kolpingkapelle. Nun sind sie für die „Süddeutsche Bläserphilharmonie“ im Einsatz. Premiere ist am kommenden Freitag.
Bild: Ralf Hermle, Photokunst Hermle

Hochkarätige Musiker schließen sich zur „Süddeutschen Bläserphilharmonie“ zusammen. Zwei Meringer spielen eine Schlüsselrolle

In Mering genießen Philipp Kufner und Mathias Stößlein vor allem in Zusammenhang mit der Kolpingkapelle den Ruf als ausgezeichnete Musiker und Dirigenten. Am Freitag, 7. Juni, sind sie in Karlsfeld bei München in ganz anderem Rahmen im Einsatz. Dort ist im Bürgersaal das Premierenkonzert der „Süddeutschen Bläserphilharmonie“ zu hören. Hierbei handelt es sich um ein neu gegründetes Projektorchester im sinfonischen Blasorchesterbereich auf höchstem Niveau.

Den beiden Meringern kommt dabei unter den rund 60 professionellen und erfahrenen Amateurmusikern aus dem Raum Augsburg, Kempten, München und Ulm eine ganz besondere Rolle zu. Philipp Kufner ist neben dem Münchner Bernhard Willer einer von zwei renommierten Dirigenten, die im wechselseitigem Einsatz eine spannende Gegenüberstellung kompositorisch hochwertiger Musik zu Gehör bringen. Und Mathias Stößlein ist der Initiator und Organisator dieses neuartigen Projektes.

„Aus meiner gut 20-jährigen Erfahrung in zahlreichen Projektorchestern im süddeutschen und österreichischen Raum entstand das Gesamtkonzept, bezüglich Literatur, Probenarbeit und Organisation, die besten Ideen und Musiker zu vereinen“, erklärt der Meringer die Grundidee. „Ich wollte, dass etwas ganz Besonderes entsteht, eine Art Auswahlprojektorchester sozusagen.“

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Dies führte kurz vor Weihnachten zur Gründung der Süddeutschen Bläserphilharmonie. In der Region Augsburg-München gebe es zwar mehrere ambitionierte und anspruchsvolle Formationen, es fehle jedoch ein Orchester, das an die dort beheimateten Jugendauswahl-, Bezirks- und Projektorchester anknüpft und Perspektiven darüber hinaus bietet. Der Projektname Süddeutsche Bläserphilharmonie sei dazu Anspruch und Ansporn zugleich. Da die meisten der teilnehmenden Musiker aus dem Großraum Augsburg – München kommen, wurde versucht, in der Region Orte für Proben und für das Konzert zu finden.

Doch es gab nicht nur logistische Gründe für Karlsfeld als Premierenort. „Dort haben wir das Glück, einen klassischen Konzertsaal vorzufinden. Denn das sinfonische Blasorchester leidet ein wenig darunter, dass es oft in ungeeigneten Sälen auftritt, in Mehrzweck- oder Sporthallen zum Beispiel.“

Das Publikum darf sich auf einen musikalischen Leckerbissen gefasst machen „Wir spielen keine programmatischen Werke, die sich etwa in Richtung Filmmusik bewegen“, erklärt Stößlein, „sondern sogenannte absolute Musik, die für Blasorchester komponiert wurde oder sich sehr gut für die Umsetzung mit dem Blasorchester eignen.“ Mittelfristig wolle man die klassischen Konzertsäle der Region und das entsprechende Publikum erobern und für sinfonische Blasmusik begeistern.

Die Termine für 2020 und 2021 sind bereits festgelegt. „Wir freuen uns, auch erstklassige Profis für unser Vorhaben begeistern zu können, so unter anderem Carsten Duffin, im Hauptberuf Solohornist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.“ Konzertbesucher aus dem Landkreis werden in der Süddeutschen Bläserphilharmonie auch einige Orchestermusiker aus Mering und Umgebung entdecken.

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