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Fasching in Mering

11.02.2018

So bunt und frech ist Mering

Natürlich: Hasen und Lech-Rehe protestierten beim gegen den „Landfresser Osttangente“.
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Natürlich: Hasen und Lech-Rehe protestierten beim gegen den „Landfresser Osttangente“.

Über 10000 Besucher bewundern 60 Gruppen beim Faschingsumzug. Einige greifen auch lokale Themen auf.

Mehr als 10000 Besucher kamen nach Mering, um den Faschingsumzug mit 60 fantasievollen Wagen und Fußgruppen mitzuerleben. Sie bestaunten bunte Schmetterlinge und Blumen ebenso wie wilde Cowboys und alte Römer. Aber auch viele lokale Themen wie „Vision 2025“ und Osttangente wurden aufgriffen. Für die Sicherheit sorgten die Friedberger Polizei, drei Sicherheitswachleute und 15 weitere Security-Personen. Nach dem Umzug zog die Polizei eine positive Bilanz; es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Annalena, Helena und Charlotta, verkleidet als Maus, Tiger und Einhorn, besuchen bereits seit ihrem dritten Lebensjahr den alle zwei Jahre stattfindenden Faschingsumzug in Mering. Bereits kurz nach 13.30 Uhr trafen sie sich, um einen guten Platz zu finden. „Danach wollen wir noch gemeinsam im Zelt feiern“, verrieten die 16- und 17-jährigen Schülerinnen.

Auch Familie Steinhart aus Hörmannsberg kommt seit 38 Jahren in die Marktgemeinde, weil sie Musik und Stimmung liebt. Zum ersten Mal in Mering war dagegen Carolin Bitterer aus Augsburg, um ihre Nichte beim Umzug zu sehen. Jedes Mal kommen Hanna Maier, deren Schwester und Freundin, die sich dieses mal als „Schnappis“ kostümierten.

Grünes Gras statt Flächenfraß

Der Umzug startete mit afrikanischen Massai-Frauen, denen die thailändischen Frauen des Kulturvereins Siam mit venezianischen Masken und Haarschmuck aus Blumen und Schmetterlingen folgten. „Mia san international“ grüßten die Mitglieder des Internationalen Kulturvereins Mering, bevor sich die Rakete „Michel 2“ auf die Suche nach bezahlbarem Wohnraum machte.

„Grünes Gras statt Flächenfraß“ forderten die Lechrehe und Hasen. Sie zeigten mit Fotos von Politikern, die sich für die Straße aussprechen, ihren Unmut gegen die geplante Osttangente.

Aufwendig gestaltete Wagen

Aufwendig gestaltet waren die Bauwagen aus Scheuring, Egling, Prittriching, Reifersbrunn, Merching und Weil. Außerirdische grüßten von der „geilsten Galaxie Egling“, Cowboys und Cowgirls feierten auf dem zweistöckigen Reifersbrunner Saloon. „Neue Schweine sind gewählt, die Regierung aber fehlt“ war das Motto beim Burschenverein Hattenhofen. Auf die Suche nach der abgesoffenen Jamaika-Koalition machten sich Offiziere mit ihrem U-Boot U96.

„Wir wollen nie erwachsen werden“, schallte es vom Wagen der Landjugend Burching mit einem großen Drachen und einem Schneemann, der Kunstschnee auf die Zuschauer blies. Ins Reich der Römer entführte die Zuschauer das „Kolosseum“ der Landjugend Weil. Die Klimaveränderung zeigten die Scheuringer als Eisbären und Eskimos. Als blaugekleidete Skifahrer „Calgary 88“ nahm der SV Mering mit seinem großen Olympia-Fahrzeug teil.

Narrenschiff MS Sabrina

„Die Erde und vier Jahreszeiten gehen kaputt, drum feiern wir die Fünfte wie verruckt“ vermittelten vier Frauen, die als rosa, rote, braune und weiße Blumen durch die Straße zogen, angeführt von der Erdkugel und Till Eulenspiegel. Pinkfarbene Fußballfrauen, Ramazzottinis, aber auch „Die Schöne und das Biest“ waren eine Abwechslung zu den großen lauten Wagen. Das Faschingskomitee Lach Moro, das den Umzug zum 27. Mal durchführte, nahm mit seinen beiden Garden und dem Narrenschiff „MS Sabrina“ teil, auf dem auch Bürgermeister, Gemeinderäte und Pfarrer mitfuhren.

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