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Wirtschaft in Friedberg

13.11.2018

So erfolgreich ist der Friedberger Cityscheck

Fast 60 Friedberger Läden nehmen inzwischen den Cityscheck an.
Bild: Mareike König

Seit einem Jahr geben die Einzelhändler gemeinsam einen Gutschein aus. Die Nachfrage nach der kleinen Plastikkarte ist hoch. Ein Grund dafür überrascht.

Fast 50000 Euro haben die Einzelhändler mit dem Cityscheck seit dessen Einführung umgesetzt. Seit einem Jahr ist die Plastikkarte mit der auffälligen Zeichnung im Umlauf. Entweder für elf oder für 22 Euro können Kunden den Gutschein erwerben. Der Aktivring brachte den Cityscheck im vergangenen November auf den Weg. Zum ersten Geburtstag des Gutscheins zieht der Verein ein positives Fazit: „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden“, sagt Manuel Weindl. Der Cityscheck sei inzwischen „in den Köpfen der Friedbeger.“

Mit der kleinen Plastikkarte können Kunden wie mit Bargeld einkaufen. Ob sie den Rest auszahlen oder über den Betrag einen weiteren Gutschein ausstellen, können die Läden selbst entscheiden. Für Ketten ist die Teilnahme mitunter etwas komplizierter. Beispiel: Die Drogerie Müller. Weil eine Abrechnung der Gutscheine über das System nicht möglich ist, muss die Filiale die eingelösten Karten beim Aktivring vorbeibringen und in Bargeld umtauschen. Die meisten Gutscheine haben die Friedberger bisher übrigens bei Körners Hofladen eingelöst.

Händler wollen die Kaufkraft in Friedberg halten

Den Vorschlag für einen gemeinsamen Gutschein der Innenstadtläden sei quasi so alt wie der Friedberger Einzelhandel, sagt Weindl. Denn gerade zu den typischen Gutscheinzeiten zu Weihnachten oder um Ostern hätten die Geschäftsleute gemerkt, wie ihnen die Kunden ins Umland abgewandert seien. „Es war den Händlern ein riesen Anliegen, die Kaufkraft hier in Friedberg zu halten.“ Nach einem Arbeitsessen im August 2017 – im Friedberger Volksfestzelt – beschloss der Aktivring: Der Cityscheck soll kommen. Als Datum für die Einführung hatte sich der Aktivring den 17. November ausgesucht. Ein Freitag, also Markttag. Kurzfristig habe es dann noch Probleme mit den Gutscheinen gegeben: Der Inhaber der Druckerei war schwer erkrankt. Schnell musste ein neuer Lieferant her. Trotzdem konnte der Aktivring pünktlich die ersten Plastikkarten ausgeben. Rund 30 Friedberger Geschäfte waren von Anfang an dabei. Inzwischen sind es fast doppelt so viele.

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Das steckt hinter den Beträgen von elf und 22 Euro

Aber wie kam der Aktivring darauf, Gutscheine im Wert von elf und von 22 Euro zu verkaufen? Die Zahlen seien nicht willkürlich gewählt, berichtet Weindl: Bis zu 44 Euro im Monat dürfen Arbeitgeber ihren Angestellten so genannte Sachleistungen gewähren. Das kann zum Beispiel ein Ticket für den Nahverkehr sein – oder eben Gutscheine. Auf diese Kunden zielt der Cityscheck. Im vergangenen Jahr habe man auch viel über die Leute erfahren können, die den Gutschein kaufen, berichtet Weindl. Vor allem seien es Friedberger, die die Plastikkarte an Friedberger verschenken. „Die Bürger hier identifizieren sich damit“, sagt Weindl. Das Motto des Cityschecks sei ja, das Geld in der eigenen Stadt zu lassen. Und das komme gut an.

Die Geschäfte zahlen jährlich 50 Euro, um beim Cityscheck mitzumachen. Für das Marketing kommen Stadt und Verein auf. Wie Stadtsprecher Frank Büschel mitteilt, wird Friedberg auch weiterhin einen organisatorischen und finanziellen Beitrag zu dem Projekt leisten. Welche Gewinne die Läden durch nicht eingelöste Gutscheine erzielen, möchte Weindl nicht sagen.

Ein Erfolgsfaktor für den Cityscheck: Die Zeichnung

Mit den knapp 50000 Euro Umsatz im ersten Jahr sei der Aktivring sehr zufrieden, so Weindl. Wie der Cityscheck im ersten Jahr angenommen worden sei bestätige, dass das Konzept passe. Allerdings habe man durchaus noch mehr Potenzial. Zum Beispiel, in dem man noch mehr Läden mit ins Boot holt, die für junge Leute interessant sind. Eine weitere relevante Zielgruppe: Augsburger aus Hochzoll und dem Spickel. Man habe gemerkt, dass diese Kunden sich gerne nach Friedberg locken lassen, so Weindl.

Den Erfolg des Cityschecks, den schreibt er nicht nur dem Konzept und den teilnehmenden Läden zu. Die Zeichnung, die die kleine Plastikkarte ziert, ist von Anton Oberfrank. Er ist Karikaturist und Rektor der Konradin-Realschule. Seine Kunst sei für die Friedberger ein Erkennungszeichen, sagt Weindl. Regelmäßig werde er auf die Zeichnung angesprochen.

So bekommen Sie den Cityscheck

Gewinnspiel Unter allen Abonnenten unseres Newsletters „Neues aus Friedberg“ verlosen wird insgesamt 20 Cityschecks in Höhe von jeweils 22 Euro. Falls Sie bereits angemeldet sind, müssen Sie nichts weiter tun, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Wenn Sie den Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie sich unter azol.de/friedberg/newsletter registrieren. Täglich halten wir damit Sie, unsere Leserinnen und Leser, per E-Mail auf dem Laufenden. Von Montag bis Freitag berichten Redaktionsleiter Thomas Goßner und seine Stellvertreterin Ute Krogull jeweils um 18 Uhr, was sich Wichtiges getan hat - mit Einordnung, Analyse und einem Spritzer Humor. Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz und die Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO unter: augsburger-allgemeine.de/datenschutz oder 0821/7772355. Für die Verlosung berücksichtigen wir alle Anmeldungen bis Freitag, 16. November, um 10 Uhr.

Verkaufspunkte in Friedberg

Den Cityscheck können Sie in verschiedenen Läden in Friedberg erwerben: Buchhandlung Gerblinger, Eisenhandlung Kniess, Handarbeitsladen Patchwork und Zweirad Pfundmeir. Eine vollständige Liste der teilnehmenden Geschäfte finden Sie im Internet unter www.einkaufen-in-friedberg.de

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