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Kissing

30.01.2020

So geht es mit der Kissinger Paartalhalle weiter

Zurzeit wird in der Paartalhalle kein Bier ausgeschenkt. Wie es mit der Verpachtung weitergeht, steht noch nicht fest.
Bild: Philipp Schröders (Archivfoto)

Plus Im Gemeinderat wird hinter verschlossenen Türen über die Zukunft der Gastronomie in der Kissinger Paartalhalle beraten. Wie soll das Konzept aussehen?

Die Paartalhalle ist schon seit November wieder in Kissings Hand. Doch wie es mit der Verpachtung der Gastronomie weitergehen soll, steht noch nicht fest. Zurzeit wird im Bistro kein Bier ausgeschenkt und auch der große Erlebachsaal steht nicht für Veranstaltungen zur Verfügung.

Bürgermeister Gürtner will Kissinger nach Entscheidung informieren

Kissings Bürgermeister Reinhard Gürtner sagt: „Wir denken gerade über mehrere Optionen nach. Aber das geschieht nicht-öffentlich. Sobald wir eine Entscheidung getroffen haben, werden wir natürlich die Öffentlichkeit informieren.“ Im Gemeinderat wird über das Thema beraten. Der gastronomische Teil besteht aus mehreren Bereichen. Der Erlebachsaal mit Bühne ist für Konzerte und Großveranstaltungen geeignet. Es gibt einen kleineren Saal, der als Restaurant genutzt werden kann, und das Bistro, vor den auch eine Außenbewirtung möglich ist. Der letzte Pächter hatte alle Bereiche zusammen bewirtschaftet. In der Vergangenheit hatte die Gemeinde aber auch den Erlebachsaal selbst vermietet.

Nun stellt sich die Frage, wie das Konzept in Zukunft aussehen soll. Wird wieder ein Betreiber alleine alles bewirtschaften oder wird es mehrere Partner geben? Wird die Gemeinde die Vermietung wieder selbst in die Hand nehmen? Könnten die Vereine mehr bei der Nutzung eingebunden werden? Das sind alles Fragen, denen sich der Gemeinderat stellen muss. Anfragen von Interessenten, die die Halle pachten wollen, gab es bereits. Laut Gürtner hat die Gemeinde ihre Fühler aber nicht ausgestreckt. Die Ersuchen seien von selbst von außen gekommen. „Wir haben dann gesagt, dass wir erst einmal schauen müssen, mit welchem Konzept die Paartalhalle in Zukunft geführt werden soll.“ Der Bürgermeister betont jedenfalls, dass ihm und der Verwaltung an einer langfristigen Lösung gelegen sei.

So geht es mit der Kissinger Paartalhalle weiter

Kissing: Paartalhallen-Pächter bereits im Jahr 2018 gekündigt

Sein Vorgänger im Amt, Manfred Wolf, hatte sich viel von den ehemaligen Betreibern versprochen. Heiko Gärtner und Iris Koy übernahmen mit ihrem Unternehmen Genussboxx die Paartalhalle im Januar 2018, doch schon im Mai desselben Jahres erhielten sie von der Gemeinde die fristlose Kündigung. Im Raum standen nicht geleistete Pachtzahlungen und eine ausstehende Kaution. Die Betreiber führten die Gastronomie trotz der Kündigung weiter. Der Streit landete vor dem Augsburger Landgericht, das die Kündigung durch die Gemeinde für gültig erklärte. Ende vergangenen Jahres stellten die beiden dann den Betrieb ein und verkündeten, die Halle zu übergeben.

Bürgermeister Gürtner war nach eigener Aussage lange skeptisch, ob das tatsächlich stattfinden werde. Zudem gab es im Gemeinderat Befürchtungen, dass der gastronomische Bereich in einem schlechten Zustand übergeben werde. Der Bürgermeister hat sich ein Bild vor Ort gemacht. „Es ist soweit alles ok“, sagt er.

Kissing will noch fünfstellige Summe von Paartalhallen-Pächtern

Eine Frage, die allerdings noch nicht geklärt ist, sind die bestehenden Forderungen der Gemeinde an die ehemaligen Pächter. Die Betreiber hatten die Pacht nur teilweise und zeitweise sogar gar nicht gezahlt. Sie beriefen sich dabei darauf, dass die Gemeinde massive Mängel nicht beseitigt habe, die vertraglich geregelt waren. Es geht um eine fünfstellige Summe. Wie Bürgermeister Gürtner sagt, hat die Gemeinde einen Anwalt eingeschaltet, und lässt nun überprüfen, wie sie sich das Geld von den ehemaligen Pächtern holen kann.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Nach Rechtsstreit: Paartalhalle ist wieder in Kissings Hand

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