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16.05.2019

So gelingt Artenschutz im eigenen Garten

Carola Nowey spricht bei der ÖDP über naturnahe Gestaltungsmöglichkeiten

„Naturgarten – Oase für alle“ war das Thema einer Veranstaltung der ÖDP Aichach-Friedberg. Carola Nowey von der AG Tierrechte zeigte auf, wie ein naturnaher Garten eine Oase für zahlreiche Pflanzen und Tiere sein kann. Sie nannte viele Beispiele, wie man mit einfachen Mitteln Lebensraum für nützliche Tiere schaffen kann: Totholz, möglichst von Laubbäumen, sei für das Überleben zahlreicher Arten wichtig, und auch Steinpyramiden oder Steinmauern – ohne Beton aufeinandergeschichtet – bieten Insekten und Reptilien Unterschlupf.

Bei Blumen und Sträuchern sind heimische Arten zu wählen, denn exotische Pflanzen hätten keinen Nutzen für heimische Insekten. Forsythien zum Beispiel und gefüllte Blütenköpfe nützten Insekten nicht mehr als Plastikblumen. Letztlich sei es eine Frage der Einstellung, was man schön findet, einen perfekt aufgeräumten Garten mit Rasen ohne jegliches „Beikraut“ oder einen Garten, in dem auch Wildkräuter, Insekten und Vögel ihren Platz haben.

„Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, dass sich das Auge auch an bisschen „Unordnung“ im Garten gewöhnen muss“, so Carola Nowey. Naturgärten seien ein wichtiger Beitrag, um das Artensterben zu begrenzen, aber bei Weitem nicht ausreichend. Wichtiger sei, den eigenen Lebensstil wie Fleischkonsum oder Autofahrten und Flugreisen zu hinterfragen.

In der anschließenden Diskussion brachte es Constanze von Tucher auf den Punkt: „Wir müssen weg vom Wachstumswahn und hin zur Erkenntnis: Weniger ist oft mehr“, sagte sie. (FA)

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