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19.02.2015

So gelingt die Energiewende

Mit solchen Thermobildern stellen Experten Wärmeverluste an Gebäuden fest.
Bild: Landratsamt Aichach-Friedberg

Ausstellung und Vortragsreise in der Friedberger Archivgalerie zeigen, was der Einzelne dazu beitragen kann

Die Energiespartage 2015 in der Friedberger Archivgalerie Friedberg beginnen am Freitag, 20. Februar, mit einer Ausstellungseröffnung und einem Vortrag. Nach dem Come together ab 18.30 Uhr eröffnet Bürgermeister Roland Eichmann die Ausstellung „Modernisieren und Sparen“ der Obersten Baubehörde und die Ausstellung „Energiewende“ des Landesamtes für Umwelt. Sie informiert über wichtige Grundlagen zur Energiewende. Der Energie-3-Sprung mit seinen drei Themenbereichen – „Energie sparen“, „Energieeffizienz erhöhen“ und „Erneuerbare Energien nutzen“ – ist in Form von Mitmachstationen und Modellen anschaulich dargestellt. Um 19.30 Uhr spricht Barbara Thome, die Leiterin des Ökoenergie-Instituts Bayern, zum Thema „Gelebte Energiewende – wie viel Energie tut uns gut?“

Am Samstag, 21. Februar, gibt es in der Archivgalerie Vorträge zum Energiesparen bei Denkmalen und bei Neubauten:

Von 14 bis 16 Uhr erläutern Bauherren und Architekten den Interessierten, mit welchen Materialien und mit welchem finanziellen Aufwand sie Wärmedämmmaßnahmen geringer, mittlerer und hoher Intensität bis hin zum Passivhausstandard an und in ihren Denkmälern durchgeführt haben. Familie Scholz erläutert den Umbau ihres Hauses in der Jesuitengasse 13. Der Architekt Johannes Hölzl erläutert die Wärmedämm-Maßnahmen am Gebäude Jakobsplatz 4 und der Architekt Martin Endhardt berichtet über die energetische Sanierung eines Denkmals in Günzburg im Passivhaus-Standard.

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Von 16 bis 18 Uhr diskutieren Energiesparfachleuten und ArchitektInnen mit den Besuchern, welches Energieeinsparniveau bei Neubauten erreicht werden sollte - nämlich am besten gleich den KfW-40- Energieeffizienzhausstandard anstreben, da er nur etwa 10 bis 15 Prozent mehr kostet als der EnEV- 2014-Standard.

Am Samstag, 28. Februar, geht es um den KfW-40-Energieeffizienzhausstandard und um die Verbesserung des Energiesparstandards bei Bestandsbauten:

Von 14 bis 16 Uhr werden Neubauten in Friedberg-Süd vorgestellt, die den KfW-40-Energieeffizienzhausstandard erfüllen und für die bereits Kostenangebote vorliegen. Außerdem wurden Hersteller von Holz-, Ziegel-, Kalksandstein- und Betonbauten gebeten, ein typisches Reihenhaus in Friedberg-Süd im KfW-40-Standard zu berechnen. Die Architektin Carola Einberger stellt die Baugemeinschaft vor, die ein Mehrfamilienhauses und sieben Reihenhäusern in Friedberg Süd bauen wird. Die Firma Soleno aus Aichach stellt ihr Reihenhaus in Vollholzbauweise vor und der Architekt Gerhard Gamperl zeigt, wie man mit einem Reihenhaus in Ziegelbauweise den KfW-40 -Standard einhält.

Von 16 bis 18 Uhr wird die Energiekarawane in Friedberg-West vorgestellt und damit die Verbesserung des Energiesparstandards bei Bestandsbauten. Um die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu beschränken müssten jährlich etwa zwei Prozent der vor 1990 errichteten Gebäude energetisch saniert werden. In Friedberg wären das ca. 150 bis 200 Gebäude jährlich. Andrea Fendt, die Energiebeauftragte der Stadt Friedberg, erläutert das Konzept der Energiekarawane und der Architekt und Energiesparberater Christian Z. Müller aus Augsburg gibt Tipps zur schrittweisen Verbesserung des Energiestandards bei Bestandsbauten.

Am Samstag, 7. März stehen Vorträge zum Stromsparen im Haushalt und zur Stromerzeugung mittels Fotovoltaik, zum Nahwärmenetz, zu Bürger-Energieerzeugungs-Anlagen und zur gemeinschaftlichen Stromerzeugung, -speicherung und -verkauf auf dem Programm:

Von 14 bis 16 Uhr wird über Strom sparen und Strom erzeugen gesprochen. Herr Hartmut Adler, Berater der Verbraucherzentrale, referiert zum Thema: „Stromkosten senken - aber wie? Technische Lösungen, Verbraucherverhalten, Anbieterwechsel“

Um ca. 15 Uhr berichtet Rainer Wirkner von der Lechwerke AG für die Regionale Energieagentur Augsburg über „PV-Anlagen mit Batteriespeicher – Optimierung Eigenverbrauch“.

Von 16 bis 18 Uhr werden die Themen Nahwärmenetze, Bürger-Wasserkraft, Bürger-Photovoltaik und Bürger-Windkraftanlagen behandelt. Außerdem werden Möglichkeiten gemeinsamer Strom-Erzeugung, gemeinsamer Strom-Speicherung und gemeinsamen Verbrauchs sowie des gemeinschaftlichen Stromverkaufs dargelegt.

Die Ausstellung ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Freitag, 20. Februar, von 18.15 bis 21.15 Uhr; Freitag, 27. Februar und 6. März, jeweils von 14 bis 18 Uhr; Samstag von 11 bis 18.30 Uhr Sonntag, Feiertag von 11 bis 17 Uhr.

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