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Handwerk

27.01.2015

So leicht können Steine sein

Jonas Ochs (links) arbeitete schon als Geselle auch im Steinmetzbetrieb von Ulrich Mosandl. Nach der Meisterprüfung übernahmen sein Kollege Tobias Breu (rechts) und er den Steinacher Betrieb.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Tobias Breu und Jonas Ochs bieten in Steinach individuelle Entwürfe

Stein brachte das Leben von Tobias Breu und Jonas Ochs ins Rollen. Steinmetzmeister, Steintechniker und Bildhauermeister zu werden, „war die perfekte Entscheidung“, sind sich die beiden Jungunternehmer sicher. Breu, ein gebürtiger Ingolstädter, und der Merchinger Ochs haben kürzlich den Betrieb von Ulrich Mosandl in Steinach übernommen, der in Bad Bayersoiern seinerseits ein attraktives Angebot bekommen hatte. Die beiden jungen Meister, die den Betrieb schon aus ihrer Gesellenzeit kennen, arbeiten im Radius zwischen Ingolstadt, München und Steinach.

Ihre „Berufung“, wie Tobias Breu begeistert ausführt, sorgt dafür, dass sie beide „fast nicht merken, wie hart und schwer ihre Aufgabe sein kann, weil es so viel Spaß macht“. „Bei der Berufswahl hat mich ein zukünftiger Kollege fast gewarnt: „Willst du dir das wirklich antun?“, erinnert sich auch Jonas Ochs.

Anfänger sind die beiden prüfungsbesten Absolventen der Münchner Meisterschule beileibe nicht: Sie können auf zwölf bzw. neun Jahre Erfahrung zurückblicken: egal ob auf dem Bau, mit Treppen – oder Fußbodengestaltung oder bei gestalterischen Tätigkeiten. Beim Entwerfen von Grabmälern oder Gedenksteinen legen sie viel Wert auf Individualität und sehen darin sogar ein Stück Trauerarbeit, das sie gemeinsam mit den Angehörigen leisten. Polierte Grabsteine bieten sie auch an, aber das sei „nur ein Kauf“, betonen sie. Schließlich will man dem lieben Verstorbenen ein kleines Denkmal setzen. Deshalb finden sie es wichtig, dass die Angehörigen den Entstehungsprozess mitverfolgen können. „Das heißt aber nicht, dass es übermäßig teuer ist“, sagt Jonas Ochs.

Mit Stein zu arbeiten, ist nicht nur wegen der großen Materialvielfalt abwechslungsreich: Sogar in Neros Palast in Rom konnten die damaligen Meisterschüler im letzten Jahr bei der Restauration mitwirken. Wie leicht Stein sein kann, beweisen sie den Kunden besonders gerne bei der individuellen Gestaltung im Innenausbau: sei es bei der Ausführung von individuellen Waschbecken – „so ein Unikat ist nirgends zu bekommen“ oder ganz allgemein im Wohnbereich. „Da zeichnen wir gerne mehr Entwürfe für ein Projekt.“ Auch ihre Meisterarbeiten waren gestalterische Wandobjekte. Ab Mai werden die beiden eine eigene Ausstellung in Steinach anbieten: „Eine kleine, schlichte Auswahl. Das individuelle Ausgestalten erfolgt dann ja auf Wunsch.“

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