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So schadet Friedbergs SPD sich selbst

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Kommentar Von Thomas Goßner
10.10.2019

Es ist es kein Geheimnis, dass es in Friedberg schon seit Jahrzehnten fast keinen Austausch zwischen Fraktion und Ortsverein der SPD gibt.

E ist es kein Geheimnis, dass es in Friedberg schon seit Jahrzehnten fast keinen Austausch zwischen Fraktion und Ortsverein der SPD gibt. Die Politik wird im Rathaus gemacht, die Basis durfte an allerlei Ideen und Konzepten herumfrickeln, denen sich die Stadträte nicht verpflichtet fühlten. Über mehrere Perioden hinweg zeigte sich die Fraktion mehr oder weniger als geschlossene Gesellschaft gesetzter Herrschaften, der jüngere Mitglieder meist schnell wieder abhandenkamen.

Der neuen Führung um die Vorsitzende Ulrike Sasse-Feile darf man den guten Willen bescheinigen, diese Strukturen aufbrechen und eine Vernetzung herstellen zu wollen. Allerdings ist dieses Bestreben mit dem Wechsel des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Roland Fuchs zur CSU kräftig in die Hose gegangen – eben auch wieder als Folge mangelnder Kommunikation.

Während man im Ortsverein betont, von Fuchs’ wiedererwachtem Interesse an einer neuerlichen Stadtratskandidatur nichts gewusst zu haben, fühlte der sich zuletzt von Sasse-Feile und Bürgermeister Roland Eichmann regelrecht einbestellt. Dass dieser sich nicht einfach herbeizitieren lassen wollte, wurde ihm von der Gegenseite wiederum als Gesprächsverweigerung ausgelegt.

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Zurück bleibt nun ein Scherbenhaufen – weil in den Vorgang auch der Eindruck hineinspielt, dass hier ein für die SPD und den Bürgermeister unbequemer Geist aus den eigenen Reihen kaltgestellt werden sollte. Parteiinterner Zwist aber, das belegen unzählige Wahlergebnisse, kommt bei den Bürgern nicht gut an – schon gar nicht, wenn sich eine Partei wie die SPD ohnehin im Sog schlechter Umfragewerte befindet. Nicht auszuschließen, dass man bei der SPD die wenig verbindliche Absage an Roland Fuchs am Wahlabend noch bedauern wird.

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