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Dasing

14.10.2019

So will Dasing die Zukunft gestalten

Die Dasinger dürfen mitreden, wenn es um die Zukunft ihrer Gemeinde geht.
Bild: Gemeinde Dasing

Plus Die Meinung der Dasinger Bürger ist gefragt. Erste Ideen gibt es bereits zur Nutzung von ehemaligen Bauernhöfen.

Die Gemeinde Dasing erwartet in den nächsten Jahren einen warmen Geldregen von dem bayerischen Förderprogramm für Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte (ISEK). Damit werden sowohl städtische als auch ländliche Wohnbezirke saniert, modernisiert und zukunftsfähig ausgebaut. Die Bürger können dabei eigene Anregungen und Wünsche vorbringen. Bei einem Infoabend im Bäckerwirt wurden die Dasinger darüber informiert, und sie brachten auch gleich ein paar Ideen vor.

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ISEK für Dasing: Freistaat übernimmt Kosten teilweise

Bei ISEK übernimmt der Freistaat jeweils 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Gemeinde kann also preiswert bauen und ihre Infrastruktur verbessern. Im Blick hat sie dabei vor allem die Ortsmitte mit der Ortsdurchfahrt, der ehemaligen B300. Private Hauseigentümer können die Förderung in Anspruch nehmen, um ihr Haus auf Vordermann zu bringen. Verantwortlich für den Planungsprozess ist in Dasing das Büro für Städtebau und Freiraumplanung in München, das an dem Abend durch den Planer Klaus Schulz vertreten war.

ISEK: 30 Dasinger wollen Zukunft mitgestalten

Es waren zwar nur etwa 30 Bürger gekommen, darunter waren zudem Kommunalpolitiker und Funktionsträger, für die die Infoveranstaltung ohnehin ein Pflichttermin war. Dennoch ergab sich eine muntere Diskussion, und ein paar Vorschläge zur Aufwertung des Kernorts und der Ortsteile wurden auch gleich gemacht.

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Eine Wortmeldung bezog sich auf die Bahnlinie, die den Ort von der naturnah erhaltenen Paaraue trennt. Dazu wurde eine Untertunnelung am Bahnhof vorgeschlagen. So könnten auch die Bahnübergänge beseitigt werden, die Autofahrer viel Wartezeit kosten. Bedarf gibt es in Dasing auch an Lärmschutz an der Autobahn. Vom Autobahnlärm sind mehrere Ortsteile betroffen. Da sich aber seit der Eröffnung der ausgebauten Autobahn noch überhaupt nichts getan hat, waren die Bürger jedoch skeptisch, ob ISEK nun die Lösung ist. Städteplaner Schulz räumte ein, er müsse Fördermöglichkeiten prüfen.

Viele Bauernhöfe in Dasing mussten aufgeben

Für ein anderes Problem ergab sich dagegen eine unerwartete Perspektive: Laut Schulz haben zwischen 2002 und 2011 in Dasing 36 Landwirte aufgegeben. Einige Bauernhöfe stehen inzwischen leer. Es wurde vorgebracht, dass diese Höfe nach einem entsprechenden Umbau als Einrichtungen der Altenpflege dienen könnten, auch für betreutes Wohnen oder als Mehrgenerationenhäuser. Schulz sagte dazu, auf diese Weise könne auch die ärztliche Versorgung in Dasing langfristig gesichert werden, denn dann gebe es genug Patienten.

Vielleicht gibt ISEK auch einen Anschub für eine Umgestaltung der Ortsdurchfahrt, die immer noch den Ort durchschneidet. Man könnte sich etwa eine Begrünung oder die Anlage von Fahrradwegen vorstellen, wie vorgebracht wurde. Zwar haben die Anwohner bisher nicht mitgespielt, weil sie eine Beteiligung an den Ausbaukosten vermeiden wollten. Heute gibt es aber keine Straßenausbaubeiträge mehr.

Arbeitskreise sollen über Dasings Zukunft beraten

Im Rahmen von ISEK werden nun Arbeitskreise gegründet, in die die Bürger sich einbringen können. Anmeldungen für einen der fünf Arbeitskreise sollen bis Montag, 28. Oktober, bei der Gemeinde eingehen; sie sollen etwa zwei bis drei Monate lang tagen. Bis zum nächsten Frühjahr soll dann ein Grobkonzept vorliegen, der dann im Mai 2020 vom Gemeinderat beschlossen werden soll. Über die Fördermittel entscheidet die Regierung von Schwaben. Schulz riet dem Gemeinderat, möglichst einstimmige Beschlüsse zu fassen. Zuschüsse würden eher dann gewährt, wenn die Gemeinde dahinterstehe und nicht, wenn die Projekte politisch umstritten seien.

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