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Theaterfreunde Ried

10.12.2013

„Sog s’il vous plaît jetz’ nix“

Weil Gigi mit Hehler Zackbumm nach New York durchbrennen möchte, will Frisör Jean Sapralott seinem Leben ein Ende machen.
Bild: Gudrun Kölz

Bei der bayerisch-französischen Gaunerkomödie im Rathauskeller ist das Publikum mittendrin

Ried Mit der Gaunerkomödie „Jean Sapralott“ bieten die Theaterfreunde Ried, unter Leitung von Gerald Sandmaier dem Publikum eine turbulente Geschichte mit einigen Überraschungen. Die bayerisch-französischen Sprüche des „Meisters der Wasserwelle“ Jean (Hansi) Sapralott, gespielt von Andreas Seidel, sind herzerfrischend und sorgen immer wieder für Lacher. „Ich hätte mir gewünscht, dass ich ein wenig mehr Französisch verstehe“, sagt eine Zuschauerin.

Große Französischkenntnisse sind allerdings nicht erforderlich, um die gängigen Redewendungen wie „rien ne va plus“ oder „s’il vous plaît bittschön“ zu verstehen. Außerdem erklärt Alois Bachmeir alias Brücherl (Benjamin) Krawotisch während der Aufführung bayerische Begriffe wie Lutscherl (Kleingeld) genauso wie französische. Allerdings nur, wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, Hehlerware im Publikum feilzubieten. Was sich geradezu anbietet, denn ein Teil der Bühne wurde direkt in den Zuschauerraum verlegt. Der Baderwaschdl Hans Sapralott – ehemaliger Tresorknacker – hat ein ausgeprägtes Faible für das Französische und möchte deshalb Jean genannt werden. Zu seinem Unglück ist er schwer verliebt in seine aufreizende Maniküre und „Gelegenheitsschlamperl“ Gertrude (Gigi) Zuckerl, gespielt von Renate Wagner, die nicht von ihm, sondern von einem Luxusleben träumt. Als Gigi mit dem Hehler Zackbumm, den der Spielleiter Gerald Sandmair selbst zum Besten gibt, nach New York durchbrennen möchte, gilt für den gehörnten Frisör „rien ne va plus“.

Zu einem letzten grandiosen Coup überredet

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Als er gerade aus dem Leben scheiden möchte, nutzt sein ehemaliger Kollege Brücherl die Chance, ihn zu einem letzten grandiosen Coup zu überreden. Während sie auf Diebestour sind, schleicht der mysteriöse Kunde Toulouse, gespielt von Jenny Wagner, durch den Frisörsalon. „Ich habe dieses Stück von Georg Maier bewusst ausgewählt“, sagt Spielleiter Gerald Sandmair „weil ich finde, dass dies eines der besten Theaterstücke der Iberl-Bühne aus München ist. Vor Kurzem wurden die Textbücher für Amateurbühnen freigegeben. Da haben wir sofort zugegriffen, auch wenn das Stück eine Herausforderung für die Akteure vor und hinter der Bühne ist. Margareta Reinshagen aus Kissing findet: „Das war ein schönes, spritziges Theaterstück. Es ist mal etwas anderes als Bauerntheater. Zudem fand ich toll, wie das Publikum mit in das Theaterstück einbezogen wurde.“

Aufführungstermine Das Theaterstück wird noch dreimal, am 13. und 14. Dezember um 20 Uhr und am 15. Dezember um 19.30 Uhr, im Rathauskeller Ried aufgeführt.

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