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Energie

23.08.2011

Sonnenstrom von Bauschuttdeponie

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Ende August soll am Landkreisdreieck (Aichach-Friedberg, Dachau, Pfaffenhofen) der Solarpark Unterdinkelhof ans Netz gehen – auf der Fläche einer ehemaligen Bauschuttdeponie.
Bild: Foto: Marcus Merk

An der Kreisgrenze in der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern geht Ende August ein Solarpark auf einer Konversionsfläche ans Netz

Hilgertshausen-Tandern/Sielenbach Von der Bauschuttdeponie bei Hilgertshausen-Unterdinkelhof im Landkreis Dachau ist längst nichts mehr zu sehen. Der Boden ist von lehmiger Erde bedeckt, in regelmäßigen Abständen sind Pfosten aufgestellt. Bereits Ende August soll hier am Landkreisdreieck (Aichach-Friedberg, Dachau, Pfaffenhofen) der Solarpark Unterdinkelhof ans Netz gehen.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, des Betreibers der ehemaligen Deponie, Peter Fink, und der Energiebauern GmbH aus Sielenbach. Jeder Partner hält ein Drittel der Anteile an der Betreibergesellschaft Solarpark Unterdinkelhof UG und Co. KG. Geschäftsführer des Unternehmens ist der Bürgermeister der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, Johann Kornprobst.

Auf einer Fläche von 3,6 Hektar produziert künftig eine Photovoltaikanlage (Leistung: 1,3 Megawatt) ab Ende August Strom für durchschnittlich 400 Haushalte. Damit wird eine Fläche nutzbar gemacht, die sonst wahrscheinlich Brachland geblieben wäre. Die ehemalige Deponie hätte weder als Acker noch als Waldboden genutzt werden können, erklärte Peter Fink. Nur deshalb kann der Solarpark beim Weiler Unterdinkelhof überhaupt errichtet werden. Als Bauland für Freiflächenphotovoltaikanlagen kommen ausschließlich Konversionsflächen wie ehemalige Müllhalden, Kasernen oder Munitionslagerstätten sowie Felder entlang von Verkehrswegen (Bahnlinien, Autobahn) infrage. Knapp einen Hektar des Grundes stellt aber auch die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern zur Verfügung.

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Umgesetzt wird das Projekt von den Energiebauern aus Sielenbach unter Federführung von Martin Bichler. Er möchte die Bauarbeiten schnell abschließen. „Ich bin mir sicher, dass in drei Wochen die Module hier montiert sein werden“, erklärte er.

Ende August soll dann der Anschluss an das Netz der Firma Eon erfolgen.

Solarpark kostet rund 2,8 Millionen Euro

Bisher sind nur die Bodenarbeiten abgeschlossen. Die Bauschuttdeponie wurde mit Erde abgedichtet und Pfosten in den Boden getrieben, die das Fundament der Solarmodule bilden. Der Solarpark kostet insgesamt ungefähr 2,8 Millionen Euro. Insgesamt 330000 Euro davon sind Eigenkapital der Betreiberfirma, welches sich die drei Partner teilen. Den Rest finanziert die Bank.

Sepp Bichler, Geschäftsführer der Energiebauern, erklärte: „Ich war von Anfang an überzeugt, dass das ein Projekt ist, bei dem alle Beteiligten Gewinner sein können.“ Seine Firma habe einen neuen Auftrag erhalten, der Grundstückseigner die Nachfolgeregelung für die Deponie geklärt und die Kommune erhalte die Gewerbesteuern.

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