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Friedberg

14.01.2020

Sozialstation in Friedberg freut sich auf den Umzug

Für das Gebäude an der Hermann-Löns-Straße gibt es bei der Sozialstation bereits Pläne.
Bild: Elisa Glöckner (Archivfoto)

Plus Die Geschäftsführerin der Friedberger Sozialstation, Gudrun Jansen, sieht in der neuen Einsatzzentrale eine Erleichterung. Was passiert mit den bisherigen Gebäuden?

Für Gudrun Jansen war es das schönste Weihnachtsgeschenk: Einen Tag vor Heilig Abend erhielt die Geschäftsführerin der Sozialstation die Nachricht, dass es mit dem langersehnten Umzug klappt. Der ehemalige Sparkassen-Pavillon in Friedberg-West wird neue Einsatzzentrale, von der aus 500 pflegebedürftige und kranke Menschen ambulant versorgt werden. „Die Begeisterung ist groß“, sagt Jansen, die jetzt möglichst schnell das neue Domizil beziehen will.

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2013 gab es Fusion der Sozialstationen Hochzoll und Friedberg

Anfang 2013 fusionierte die Sozialstation Friedberg mit der im benachbarten Hochzoll, um eine ausreichende wirtschaftliche Größe zu erreichen und so den Fortbestand zu sichern. Hauptsitz und zentrale der neuen Einrichtung mit dem beeindruckenden Namen Sozialstation Augsburg Hochzoll Friedberg und Umgebung Ökumenische Ambulante Pflege gGmbH wurde die Watzmannstraße im Augsburger Stadtteil.

Auf rund 300 Quadratmetern Fläche arbeiten sieben Personen in der Verwaltung, dazu kommen rund 40 Pflegekräfte sowie Essensausfahrer und Hauswirtschafterinnen. „Es ist überhaupt kein Platz mehr“, berichtet Geschäftsführerin Jansen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Räume eigentlich als Wohnung konzipiert waren und sich für Bürozwecke schwerlich eignen.

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So will die Sozialstation in Friedberg den Pavillon nutzen

Im Frühjahr 2019 machten die Verantwortlichen der Trägervereine – Wolfgang Rockelmann als Vorsitzender der Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg und Wolfgang Asam als damaliger Vorsitzender der Sozialen Dienste in den Pfarreien Heilig Geist und Zwölf Apostel – im Gespräch mit unserer Zeitung auf diese Misere aufmerksam. Und sie präsentierten auch einen Ausweg: einen Neubau auf der Freifläche zwischen Augsburger Straße und Maria-Alber-Straße in Friedberg-West, das der Stadtsparkasse gehörte.

Nach langen Verhandlungen war das Geschäft Ende vergangenen Jahres schließlich in trockenen Tüchern – allerdings ein wenig anders als geplant. Die Sozialstation übernimmt die ehemalige Geschäftsstelle der Sparkasse in Friedberg-West, die seit Dezember 2016 leer steht. Die östlich zur BK-Tankstelle angrenzende Fläche – zunächst für einen Neubau ins Auge gefasst – ging an die Stadt Friedberg und dient als Manövriermasse bei der anstehenden Neuordnung des gesamten Gebiets an der Stadtgrenze zu Augsburg.

Gudrun Jansen schmiedet bereits Pläne, wie der Pavillon genutzt werden kann. Im Erdgeschoss und und im Keller bietet er eine Fläche von rund 600 Quadratmetern, die allerdings an die Bedürfnisse der Sozialstation angepasst werden müssen. Vor allem für die große Schalterhalle seien Raumteiler oder Trennwände nötig, glaubt die Geschäftsführerin. Wenn alles klappt, die Gesellschafter zustimmen und die Handwerker zur Verfügung stehen, wünscht sie sich einen Umzug bis März.

Kein Ausbau der Tagespflege in der Hernmann-Löns-Straße

Und wie geht es mit den bestehenden Gebäuden in Friedberg und Hochzoll weiter? Die Räume an der Watzmannstraße gehören den Sozialen Diensten in den Pfarreien Heilig Geist und Zwölf Apostel und dürften einer neuen Verwendung zugeführt werden. Ihr großes Manko: Sie sind nicht barrierefrei; wer dorthin will, muss erst ein paar Treppenstufen bis zum Aufzug überwinden, der überdies zu klein ist für Rollstühle. Für eine weitere Tagespflege, die dringend benötigt wird, eignen sie sich darum nicht. Ein solches Angebot dürfte in Hochzoll eher entstehen, wenn das Pfarrzentrum Zwölf Apostel saniert und neu geordnet wird.

Auch an der Hermann-Löns-Straße in Friedberg fehlt der Platz für einen Ausbau der Tagespflege, obwohl die Sozialstation für die 18 Plätze eine Warteliste führt. Die Räume könnten aber abends und am Wochenende als Anlaufstelle für pflegende Angehörige genutzt werden. Sie sollen hier fachliche, aber auch moralische Unterstützung erhalten. In diesem Bereich gibt es, wie auch die Erhebung für die Gesundheitsregion plus ergeben hat, ein Defizit im Landkreis. Und schließlich plant Jansen die Einrichtung einer Beratungsstelle einer Beratungsstelle an der Hermann-Löns-Straße für alle Fragen rund um das Thema Pflege.

Gudrun Jansen, die seit Frühjahr 2015 die Einrichtung leitet, ist jetzt aber erst einmal erleichtert: „Wenn alles zusammen unter einem Hut ist, wird der letzte Schritt der Fusion vollzogen.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Thomas Goßner: Friedberger Sozialstation mit neuer Perspektive

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Die Friedberger Sozialstation zieht ins Sparkassengebäude

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