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Spaß für die Gesundheit

23.03.2009

Sport als eine Herzensangelegenheit

"Es geht hier nicht darum, seine Grenzen auszuloten!", ermahnt Dr. Petra Pfaffel einen groß gewachsenen Mann, der energisch und hoch über eine quer aufgestellte Bank springt. 32 sportlich gekleidete Männer und Frauen halten kurz inne, lauschen den Ausführungen der Diplomsportlehrerin, bevor sie weiter als Pärchen locker ihre Runden drehen, der eine achtet auf den anderen, gemeinsam werden kleine Hindernisse überwunden. Im Hintergrund läuft Musik, die Übung soll Spaß machen. Von Markus Peters

Merching "Es geht hier nicht darum, seine Grenzen auszuloten!", ermahnt Dr. Petra Pfaffel einen groß gewachsenen Mann, der energisch und hoch über eine quer aufgestellte Bank springt. 32 sportlich gekleidete Männer und Frauen halten kurz inne, lauschen den Ausführungen der Diplomsportlehrerin, bevor sie weiter als Pärchen locker ihre Runden drehen, der eine achtet auf den anderen, gemeinsam werden kleine Hindernisse überwunden. Im Hintergrund läuft Musik, die Übung soll Spaß machen.

Denn Ausdauertraining kommt nicht immer gut an in den Gruppen, die die Teilnehmer des Fortbildungskurses in der Merchinger Mehrzweckhalle normalerweise betreuen. Sie alle sind speziell ausgebildete Trainer - für Herzsport. Sie helfen Patienten mit kardialen Erkrankungen, sich sowohl körperlich als auch psychisch auf die neue Situation einzustellen und sie anzunehmen; ihre neuen Grenzen kennenzulernen, falsche Schonung zu vermeiden und die eigene Leistungsfähigkeit zu erkennen.

Wichtig ist die Ausdauer

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Neben Problemfeldern wie Koordination oder Orientierung ist das Thema Ausdauer dabei von entscheidender Bedeutung. "Ein oft vernachlässigtes Thema", weiß Brigitte Glas. Die Diplomsportlehrerin organisiert und leitet den Kurs in Merching bereits zum sechsten Mal. Es ist einer von insgesamt 14 Fortbildungskursen der Landes-Arbeitsgemeinschaft für kardiologische Prävention und Rehabilitation in Bayern (LAG Bayern).

Alle zwei Jahre muss eine Weiterbildungsmaßnahme absolviert werden, damit der Übungsleiterschein seine Gültigkeit behält - sozusagen der TÜV für Herzsport-Übungsleiter.

Das Wochenende über wird den Teilnehmern in Vorträgen Fachwissen vermittelt, in der Turnhalle lernen sie neue Übungen kennen, können Erfahrungen austauschen und Anregungen für die Arbeit in den ambulanten Herzgruppen sammeln. "Aus der Praxis für die Praxis", das ist das Credo von Brigitte Glas. Sie selbst ist bereits seit 1985 als Übungsleiterin tätig, ihr Ehemann, Dr. med. Erwin Glas ist betreuender Arzt der örtlichen Herzsportgruppe und einer der sechs Referenten des Seminars.

Das Feedback der Teilnehmer sei in den letzten Jahren immer sehr positiv ausgefallen, betont Brigitte Glas und viele Teilnehmer überführt sie als "Wiederholungstäter". Das liege nicht zuletzt an den "optimalen Bedingungen" in Merching: Seminarraum, Turnhalle und Gasthof vor der Türe.

Auch Bürgermeister Martin Walch steht voll hinter der Arbeit von Brigitte Glas: "Ich freue mich, dass bei uns etwas für die Gesundheit getan wird!" Dass mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten versucht wird, es Herzpatienten zu ermöglichen, ihr Potenzial angstfrei zu nutzen und über den eigenen Schatten zu springen - eine Herzensangelegenheit!

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