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Schule in Friedberg

28.04.2019

Staatspräsident empfängt Friedberger Jugendliche

Die Delegation mit Schülerinnen und Schülern aus Friedberg, England, Spanien und Dänemark beim isländischen Präsidenten Gudni Johannesson in Alftanes.

Schüler der Konradin-Realschule waren in Island. Sie lernten auf der Insel nicht nur das schwierigste Karaokelied der Welt kennen.

Island – eine große Insel mit wuchtigen Fußballgesängen und Geysiren? Wer mehr über Island erfahren möchte, hört sich am besten den eigentümlichen Titel „The A to Ö of Iceland“ an, den populärsten Schlager über die Eigenheiten der Isländer schlechthin.

Ausgewählte Schüler der Klasse 9c der Konradin-Realschule Friedberg machten mit ihren Begleitlehrern Ulrike Rappel, Gabriele Merz und Richard Riedlberger im Zug des Erasmus-plusprojektes „Immigration – there’s no going back“ eine Woche lang den Praxistest.

Was die Jugendlichen aus Friedberg überrascht hat

Zusammen mit Lehrkräften und Schüler weiterer Länder wie Spanien, England und Dänemark erkundeten sie Land und Leute Island. Was überraschte die erstaunten Besucher? Warmes Leitungswasser, das intensiv nach faulen Eiern riecht. Schüler, die sofort nach Betreten ihres Schulhauses die Schuhe ausziehen und den ganzen Tag in Strümpfen laufen. Isländer, die keine Nachnamen führen; sie alle heißen -son oder -dottir. Ein Land, das nur zwei Jahreszeiten kennt: Winter und Sommer.

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Um mehr über die phänomenale Landschaft Island zu erfahren, besichtigte die Gruppe einen Tag lang Naturphänomene auf der bekannten Route „Golden Circle“, etwa den tosenden Wasserfall Gullfoss, dampfende Geysire und das Thingvellir, wo die europäische und und die nordamerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften. Eines Nachts konnten die begeisterten Schüler sogar die berühmten Polarlichter bestaunen.

Daneben wurde fleißig am Programm des europäischen Erasmus-plus-Programms gearbeitet. In mehreren Workshops entstanden unter anderem Taschen mit dem Logo des internationalen Projektes. Während eines Vortrags der Gruppe Amnesty International wurde das Ziel der Menschenrechtsorganisation erläutert, jedem Menschen auf der Erde die ihm zustehenden Rechte zu gewähren.

So fühlen sich Flüchtlinge

Eine palästinensische Studentin erzählte den Schülern ihre Fluchtgeschichte. In einem weiteren Workshop konnte jeder Teilnehmer mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille sich gleichsam in ein Flüchtlingslager im Libanon versetzen und die bedrückende Situation vor Ort erleben.

Eines der Projekt-Höhepunkte war der Empfang der internationalen Delegation beim isländischen Staatspräsidenten Gudni Johannesson in dessen Amtssitz in Alftanes. In seiner Rede hob der Präsident die große Bedeutung der europäischen Jugend für die Völkerverständigung hervor. Freundschaften und Verständnis seien wichtig, damit alle Menschen in Frieden miteinander leben können. Im Anschluss an den „Staatsempfang“ wurde im Rahmen einer Führung das präsidiale Anwesen besichtigt.

Friedberger Schüler sind beeindruckt

Der letzte Tag gehörte ganz der Hauptstadt Reykjavik. In einer Kunstgalerie erklärte der isländische Fotograf Pall Stephansson seine Bilder, die rund um den Globus in Flüchtlingslagern entstanden sind. Mit einer Stadtrallye sowie einem bunten Abend in der Schule Ingunnarsskoli fand das Projekt seinen Abschluss, und die Schüler starteten mit beeindruckenden Erfahrungen im Gepäck den Heimflug in ihre Heimatländer. Begeistert äußerte sich eine Schülerin der 9c nach ihrer Rückkehr von ihrer isländischen Woche: „Eine tolle Schule, eine tolle Gastfamilie, ein tolles Land!“

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